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Leistungsträger "Kickers-müde"? Würzburg gibt sich neuen Drei-Jahres-Plan

kicker

Beste Torschützen gehen

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So kann es nicht weitergehen. Die Zeichen, die die Würzburger Kickers nach der verkorksten abgelaufenen Saison senden, sind eindeutig. Bei den Unterfranken steht mal wieder ein größerer Umbruch an. Gleich sechs Spieler verabschiedeten die Kickers am vergangenen Wochenende - per Beitrag in den Sozialen Netzwerken. Benyas Junge-Abiol, der zum SV Rödinghausen wechselt, Benjamin Girth, Moritz Hannemann, Fabian Wessig, Noah Awassi und Jonas Wieselsberger werden nicht mehr für die Würzburger auflaufen. Vier der besten fünf Torschützen der vergangenen Saison werden den Verein verlassen.

Als Sportdirektor Sebastian Neumann in den letzten Wochen der Saison als Interimstrainer noch etwas näher als gewöhnlich ans Team gerückt war, hatte er bereits eine Vermutung: Vielleicht sei der ein oder andere Spieler nach all den Verwerfungen der letzten Monate "Kickers-müde", sagte er damals. Gut möglich, dass noch weitere Abgänge folgen. Schließlich laufen die meisten Verträge in diesem Sommer aus. So wurde beispielsweise zuletzt Mittelfeld-Lenker Maximilian Zaiser bei den Stuttgarter Kickers gehandelt. Die Würzburger wollen sich für die vierte Regionalliga-Spielzeit in Serie neu aufstellen, ohne aber, das betonen auch die Verantwortlichen, die eigenen Ambitionen abzuschreiben.

Zejnullahus Vertrag als Zeichen

Die Rückkehr auf die nationale Bühne, der Aufstieg in die 3. Liga, bleibt das Ziel - aber nicht mehr mit der Brechstange. Forsche Ansagen wie in den letzten beiden Jahren, als der Aufstieg unverblümt als Saisonziel ausgeben wurde, wird es diesmal nicht geben. Wie der Weg nun aussehen soll, das zeigt sich bei der Vertragsgestaltung von Neuzugang Eroll Zejnullahu (30). Der zweitligaerfahrene Ex-Bayreuther soll der neue Schlüsselspieler werden. Sein Kontrakt ist auf drei Jahre ausgelegt. Auch dass der sonst in der Öffentlichkeit eher zurückhaltende Anteilseigner Dominik Möhler in der offiziellen Mitteilung zur Verpflichtung von Zejnullahu zitiert wurde, kann man getrost als Zeichen werten. Der Hauptgeldgeber steht hinter dem Drei-Jahres-Plan.

In Würzburg würde sich freilich niemand dagegen wehren, wenn es schon früher mit der Drittliga-Rückkehr klappen sollte. Nachdem der Klub aber 2024 beim Scheitern an Hannover 96 II seine eigenen Erfahrungen mit der Unwägbarkeit der Aufstiegsspiele gemacht hat, will man nun nicht mehr alles auf eine Karte setzen.

Kaderplätze bleiben bewusst offen

Der neue Trainer Marc Reitmaier soll, so ist das Ziel, beim Trainingsauftakt am Pfingstmontag, in nicht einmal zwei Wochen, ein festes Kader-Fundament vorfinden. Es bleibt also noch einiges an Arbeit für Neumann, dessen Kontrakt als Sportdirektor bis 2027 läuft. Reitmaier trifft mit Tim Kraus, dessen Vertrag am Montag um ein Jahr verlängert wurde, und Neuzugang Dominic Schmidt (FC Homburg) auf zwei Mittelfeldspieler, mit denen er bereits als Chefcoach des FC Schweinfurt 05 gearbeitet hatte. Die Routiniers Peter Kurzweg, der freilich zuletzt fast ein ganzes Jahr lang verletzt außen vor war, und Daniel Hägele werden genauso weiter an Bord sein wie der dritte Sommer-Neuzugang Liam Omore (FV Illertissen), der für frischen Wind auf der Außenbahn sorgen soll. Vor allem in der Offensive besteht noch Handlungsbedarf. "Einige Kaderplätze werden wir zunächst noch unbesetzt lassen, um noch kurzfristig reagieren zu können", kündigt Neumann an.