Drei an einem Tag. Nach den Transfers von Yan Diomande (18) und Andrija Maksimovic (18) präsentierte RB Leipzig am Mittwoch mit Johan Bakayoko auch den dritten Neuzugang. Schon vor einem Jahr, als Mittelfeldstratege Dani Olmo RB Leipzig gerade in Richtung Barcelona verlassen hatte, wurde den Sachsen ein großes Interesse an einem gewissen Bakayoko nachgesagt.
Die PSV Eindhoven, ihres Zeichens Arbeitgeber des jungen Flügelspielers, behielt den Belgier mit Vertrag bis 2026 aber lieber noch für eine Saison bei sich. In diesem Sommer starteten die Leipziger nun einen weiteren Anlauf bei Bakayoko - der dieses Mal von Erfolg gekrönt wurde. In Leipzig unterschrieb der 22-Jährige für fünf Jahre bis zum 30. Juni 2030 und wird fortan mit der prestigeträchtigen Nummer 9 auf dem Rücken auflaufen.
"Es hat mich schwer beeindruckt, wie RB Leipzig sich in den letzten Jahren immer wieder um mich bemüht und mir das Gefühl gegeben hat, voll auf mich setzen zu wollen. Das, und die aktuellen Gespräche mit allen Verantwortlichen, hat für mich den Ausschlag gegeben, nach Leipzig und in die Bundesliga zu wechseln", wird der Belgier in einer Klubmitteilung zitiert. "Ich hatte sofort das Gefühl, dass es einen klaren Plan mit mir gibt und ich meine Stärken hier gezielt einbringen kann."
Über die Höhe der Ablöse wurden keine Angaben gemacht, nach kicker-Informationen soll sich diese auf 18 Millionen Euro belaufen. Fakt ist: Leipzig stach mit Bayer 04 Leverkusen unter anderem auch einen direkten Ligakonkurrenten aus. "RB Leipzig hatte Johan Bakayoko über zwei Jahre auf dem Radar und sich immer wieder um ihn bemüht", verriet Marcel Schäfer (Geschäftsführer Sport) und ergänzte: "Unsere Hartnäckigkeit hat sich jetzt vielleicht ausgezahlt."
Bakayoko ist kein Spieler, den die Sachsen aufbauen möchten, vielmehr soll er eine Soforthilfe sein, wie Schäfer klarstellt: "Trotz seines jungen Alters spielt er bereits seit drei Jahren auf höchstem Niveau, hat sowohl in der Liga als auch in der Champions League Top-Leistungen gezeigt und wird daher eine Soforthilfe sein."
Ein zweifacher Meister mit viel Tempo
In Leipzig erweitert der 18-fache belgische Nationalspieler die exzellent bestückte RB-Offensive. Der 22-Jährige ist ein klassischer Flügelspieler, der über rechts seine Stärken im Dribbling zur Geltung kommen lässt. Auch Bakayokos Abschluss mit seinem starken linken Fuß kann sich sehen lassen. "Mit seiner Wucht, Explosivität, Geschwindigkeit und Torgefahr wird er unser Spiel auf dem rechten Flügel bereichern und hat sowohl mit als auch gegen den Ball seine Stärken", meint Schäfer.
In der vergangenen Ligasaison erzielte der Offensivmann in den Niederlanden neun Treffer und gab einen Assist. Damit blieb Bakayoko in Eindhoven allerdings auch unter seinem Niveau aus der Vorsaison zurück - in der Spielzeit 2023/24 hatte es der Youngster in der Liga noch auf zwölf Tore und neun Vorlagen gebracht.
Für seine Mannschaft endeten derweil beide Saisons ähnlich erfolgreich: Wie schon 2024 krönte sich Eindhoven in diesem Jahr zum niederländischen Meister; am vorletzten Spieltag zog die PSV dafür noch am Rivalen Ajax Amsterdam vorbei. "Das waren die außergewöhnlichsten Jahre meines Lebens", sagte Bakayoko in einer Mitteilung des niederländischen Meisters und erklärte zugleich, dass er sich nach sechs Jahren bei PSV "bereit für den nächsten Schritt" gewesen sei.
Bei der PSV verabschiedet man sich von dem Angreifer mit gemischten Gefühlen. "Johan ist natürlich ein Spieler, der der PSV viel bedeutet hat", erklärt Eindhovens Sportchef Earnest Stewart und betonte zugleich, dass "dies eine fantastische Chance" für den Spieler sei.