Es ist die große Story vor dem Achtelfinale der FIFA Klub-WM am Sonntagabend: das Wiedersehen von Lionel Messi mit seinem Ex-Klub Paris Saint-Germain. Inzwischen ist der argentinische Superstar bei Inter Miami aktiv, heute um 18:00 Uhr (MESZ) treffen die Teams in Atlanta aufeinander (kostenlos auf DAZN).
Nach seiner Glanzzeit bei seinem Herzensklub FC Barcelona wechselte Messi 2021 nach Paris - ein Transfer, der die Fußballwelt erschütterte. Und der letzte Beweis dafür war, wie ernst es PSG mit dem Angriff auf Europas Spitze war. Messi, Neymar, Kylian Mbappe - dieses Trio sollte endlich die Champions League gewinnen.
Doch es kam anders. Die vielen Egos führten nicht zum gewünschten Erfolg, der Triumph in der Königsklasse blieb ein unerfüllter Wunsch. Vor dem direkten Duell am Sonntagabend blickte Messi auf seine Zeit bei PSG zurück - und fand deutliche und wenig charmante Worte.
"Ich wollte Barca nicht verlassen", stellte er bereits kurz nach seinem Wechsel nach Paris klar. Doch die damals finanziell kurz vor dem Kollaps stehenden Katalanen konnten sich ihre Vereinslegende nicht mehr leisten. Weshalb er in der französischen Hauptstadt nicht glücklich wirkte - was der achtmalige Ballon-d'Or-Sieger nun bestätigte.
"Es waren zwei Jahre, die ich nicht genossen habe, ich war im Alltag nicht glücklich. Es waren keine guten Jahre für mich. Ich war mit keinem Tag zufrieden, weder mit dem Training noch mit den Spielen. Es fiel mir sehr schwer, mich anzupassen", blickte er zurück.
Zwar sei der Empfang zu Beginn "sehr schön" gewesen, doch das habe sich geändert. "Dann begannen die Leute, mich anders zu behandeln, ein Teil des Pariser Publikums. Es kam zu einem Bruch mit einem Großteil der Fans, was natürlich nicht meine Absicht war, ganz und gar nicht", so Messi.
Die Fans gingen damals gegen die aus ihrer Sicht überbezahlten Stars auf die Barrikaden. Messi wurde ebenso zur Zielscheibe wie seine beiden prominenten Mitspieler. "Es kam einfach so, wie es zuvor auch schon mit Mbappe und Neymar passiert war. Ich weiß, dass das ihre Art ist", fügte er an.
Insgesamt bestritt Messi für PSG 75 Pflichtspiele, in denen er für seine Verhältnisse magere 32 Tore erzielte. Weitere 35 Treffer legte er auf. Zweimal wurde er mit Paris französischer Meister, der Triumph in der Champions League aber blieb aus. Der gelang PSG erst zwei Jahre nach Messis Abschied.