Dass sie eines Tages die für Granit Xhaka gezahlte Ablöse wieder reinholen würden, hatten die Verantwortlichen von Bayer 04 Leverkusen wohl nicht gedacht und erst recht nicht geplant, doch nun ist es genau so gekommen: Der inzwischen 32-Jährige, der 2023 für rund 20 Millionen Euro inklusive Boni vom FC Arsenal gekommen war, wechselt zum AFC Sunderland - für 20 Millionen Euro inklusive Boni. Beim Premier-League-Aufsteiger erhält er einen Vertrag bis Sommer 2028.
Genauso lang war Xhaka auch noch bei Bayer 04 gebunden. Trotzdem war der Schweizer schon den ganzen Sommer Gegenstand von Spekulationen, ehe es richtig konkret wurde, als er seinen Wechselwunsch via Berater öffentlich machte. Obwohl sich Trainer Erik ten Hag vehement gegen einen Transfer aussprach, ließen die Verantwortlichen Xhaka schließlich ziehen, nachdem Sunderland sein Angebot noch einmal erhöht hatte.
"Seinem akuten Wechselwunsch zu entsprechen, ist unter den ausgehandelten Bedingungen und Umständen zielführend für Bayer 04 und für alle Beteiligten die beste Lösung", erklärt Bayers Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes.
Während Xhaka in Leverkusen nach den Abschieden von Abwehrchef Jonathan Tah, Spielmacher Florian Wirtz und Flügelsprinter Jeremie Frimpong die nächste große Lücke reißt, schließt er eine solche in Sunderland: Der Premier-League-Aufsteiger hat mit Jobe Bellingham seinen wohl wichtigsten Mittelfeldmann an Borussia Dortmund verloren.
Mit dem 21-jährigen Habib Diarra kam für über 30 Millionen Euro zwar bereits ein kostspieliger Neuzugang für die Zentrale, Xhakas Verpflichtung ist aber ein echtes Statement beim Unterfangen, nicht wie die sechs jüngsten Premier-League-Aufsteiger direkt wieder abzusteigen. Die Transfer-Ausgaben der Black Cats belaufen sich in diesem Sommer schon auf über 120 Millionen Euro.
Xhaka, der großen Anteil am Double-Gewinn 2023/24 hatte, verlässt Leverkusen nach 99 Pflichtspielen - und peilt jetzt seinen 226. Einsatz in der Premier League an.