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Magnin spricht Klartext: "Jeder von uns muss über seine Leistung enttäuscht sein"

kicker

"Die Leistung war nicht da, die wir uns erhofft haben", räumte Captain Xherdan Shaqiri gegenüber Blick ein. Auch Torschütze Flavius Daniliuc zeigte sich enttäuscht: "Es ist unverständlich, dass wir hier nicht drei Punkte holen. Egal gegen wen. Wir sind der FC Basel! Doch wir schaffens einfach nicht."

Trainer Ludovic Magnin, bekannt für seine Emotionen, hielt sich mit Kritik dennoch nicht zurück. Er erklärte den Unterschied zwischen Frust und Enttäuschung: "Ich habe oft ein Frustgefühl nach den Spielen in der Kabine gehabt, wo man sich gefragt hat, wie man mit solch einer Leistung keine Punkte gemacht hat." Heute aber sei eine Enttäuschung da. "Weil wir wissen, dass wir nicht so gespielt haben, wie wir uns das vorgestellt haben. Das Wichtigste im Leben ist es zu wissen, ob man etwas gut macht oder weniger gut. Da muss dann auch gradestehen, wenn man nicht so gut war. Das haben meine Spieler gemacht. Jeder von uns muss über seine Leistung enttäuscht sein."

Ein Problem bleibt jedoch offensichtlich: Der FC Basel hat weiterhin keinen treffsicheren Stossstürmer gefunden. Während Chris Bedia von YB die Torschützenliste mit zwölf Treffern anführt, können die Basler in dieser Saison nicht auf ähnliche Offensivpower zählen. Albian Ajeti hat in 19 Spielen nur drei Tore erzielt, Moritz Broschinski, zurzeit verletzt, brachte es in 14 Spielen auf nur einen Treffer. Hoffnung keimte kurz auf, als der 20-jährige Kaio Eduardo, zuletzt an den FC Vaduz ausgeliehen, eine Chance bekam. Doch auch er konnte in zwei Einsätzen bislang keinen Treffer erzielen.

Magnin gibt offen zu, dass er auf der Suche nach der richtigen Besetzung für die Sturmposition ist: "Wir haben diese Saison schon extrem viel versucht in der Sturmposition. Wenn der Trainer immer andere Lösungen ausprobiert, bedeutet dies, dass auch er nicht zufrieden ist. Damit habe ich auch die Hoffnung, den Konkurrenzkampf anzuheizen und gewisse Spieler zu nerven und derart sauer zu machen, dass sie explodieren. Aber wir haben keine Lösung gefunden, die uns dauerhaft zufriedenstellt."

Der FCB-Trainer bleibt trotz der schwierigen Lage zuversichtlich: "Wir dürfen nicht links und rechts nach Ausreden suchen, die ausserhalb des Platzes liegen. Das hat mich als Trainer und Spieler immer genervt. Wir haben die Spieler, um besser zu spielen als gegen Sitten."