Aus Basel berichtet George Moissidis
Bis heute erinnern sie sich in Stuttgart im und rund um den VfB gerne an den Schweizer. "Ludo", wie der heutige Basel-Coach genannt wurde und noch wird, war zwischen 2005 und 2009 Spaßvogel und Leistungsträger und wurde 2007 mit dem Traditionsklub Deutscher Meister. Morgen trifft der neue Cheftrainer des FC Basel auf den Klub, mit dem ihn in der Bundesliga am meisten verbindet.
Eine engere Bindung als zu Bremen
"In Bremen, wo ich auch war, ist kaum noch jemand im Klub von früher", erklärt der 46-Jährige, der mit Werder 2004 sogar Meister und Pokalsieger wurde, heute vor dem Europa-League-Duell mit dem VfB. Darum sei die Bindung nicht mehr so eng. "Die vielen Jahre und der Titel in Stuttgart schweißen einen zusammen. Ich habe viele schöne Erinnerungen, tolle Momente", so der 46-Jährige, der bis heute seinen Ex-Klub und dessen Entwicklung verfolgt. "Leider konnte ich nicht immer zu den Jubiläumsveranstaltungen kommen, denn ich hatte selbst Spiele", sagt der Ex-Nationalspieler von der Trainerbank, der in typischer Magnin-Manier einen Spruch hinterherschickt. "Das war schade, andererseits war es aber auch ein gutes Zeichen, weil es gleichzeitig bedeutete, dass ich Arbeit habe."
„Basel hat in der Vergangenheit für Duftmarken gesorgt.“ (FCB-Trainer Ludovic Magnin)
Viel Arbeit erwartet er morgen gegen seinen Ex-Klub. "Da kommt eine Top-Mannschaft der Bundesliga. Das wissen wir. Wir wissen, wie sie Fußball spielen. Eine Mannschaft, die auch eine gewisse Wucht nach vorne entwickelt, mit schnellen Spielern und Dribblern", sagt Magnin, der die Rollen klar verteilt sieht. "Wir haben einen Favoriten und einen Outsider", womit er die Heimmannschaft meint, der er dennoch eine Überraschung zutraut. "In der Vergangenheit hat der FC Basel auf internationaler Ebene immer wieder für Duftmarken gesorgt. Wir würden gerne diese Geschichte fortführen."
Fast hätte ihn vor nicht allzu langer Zeit seine eigene Geschichte zurück nach Stuttgart geführt. Als Verantwortlicher beim FC Lausanne-Sport, wo er von 2022 bis Juli dieses Jahres tätig war, wurde er mit Gerüchten konfrontiert, dass die Schwaben ihn auf dem Zettel hätten. Das will der 46-Jährige heute nicht abstreiten. Die engen Kontakte seien bekanntlich nie abgerissen. "Deswegen sind solche Gerüchte auch logisch", sagt der Basel-Coach. "Aber es war nicht konkret."