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"Aus gutem Grund aus der DFB-Elf zurückgetreten" - Manuel Neuer im exklusiven Interview

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Manuel Neuer ist der feste Rückhalt des FC Bayern München bei der FIFA Klub WM und hat noch keine Minute beim Turnier in den USA verpasst. Zuletzt glänzte er auch mit einer außergewöhnliche Parade gegen Flamengo. 

Über seine aktuelle Form sowie den kommenden Gegner PSG im Viertelfinale des Club World Cup spricht der 39-Jährige im Interview mit DAZN. Außerdem unterstreicht Neuer die Titelambitionen des FC Bayern und erklärt seinen Umgang mit Leistungsdruck.

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Manuel Neuer im exklusiven Interview mit DAZN über ... 

... den Altersunterschied:

“Ich würde sagen, dass ich ein junggebliebener Kapitän bin. Klar ist da ein Altersunterschied, aber wir versuchen, alle mitzunehmen und die Spieler wertzuschätzen, die dabei sind. Wir sind im Training auf Augenhöhe und machen alles zusammen. Dass die Interessen zu einem fast 40-Jährigen ein bisschen auseinander liegen, ist ganz menschlich.“ 

... den Generationenunterschied:

“Im Gegensatz zu früher gibt es heute eine flache Hierarchie. Man hat die Leistungsträger, die sich miteinander austauschen und Führungsspieler sind, aber da werden auch junge Spieler dazu genommen werden. Das gab es früher nicht. Wichtig ist, dass man niemanden verliert. Deshalb ist es wichtig, dass man viel kommuniziert und auch mit den jungen Spielern spricht, sie nicht fallen lässt und sie fester Bestandteil der Mannschaft sind.” 

... seine Form:

“Ich bin aus gutem Grund aus der Nationalmannschaft zurückgetreten bin, um mich auf den Verein zu konzentrieren. Ich habe immer versucht, mein Bestes zu geben. Ich glaube, dass ich in jedem Spiel - ausgenommen gegen Auckland, weil da nicht viel kam – immer 'Big Saves’ drin hatte. Ich habe versucht, immer die Mannschaft im Spiel zu halten und ich fühle mich gut, habe gute Leistungen gezeigt und so soll es auch weitergehen.” 

... das hohe Verteidigen unter Kompany:

“Das ist unser Spiel, ich passe mich unserer Defensivlinie an und versuche hoch zu stehen und einiges vorher zu klären. Das hat immer gut funktioniert bei diesem Turnier. Wenn es Situationen gibt, die ich in der Box dann verteidigen kann, dann versuche ich das natürlich. Wenn es unhaltbare Bälle sind, ist natürlich schwer. Paar Situationen gab es einfach, wo es einfach unmöglich war für mich, die Bälle zu halten.”  

Manuel Neuer FC Bayern München UCL 2024Getty Images

... Gegner PSG:

“Wir hatten PSG einmal in der Saison, wir haben gewonnen, es war ein enges Spiel. Es gab nicht so viele Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, aber wir waren sehr effizient.  Wir haben ein gutes Spiel zuhause gemacht, jetzt spielen wir in Atlanta, das ist ein neutraler Platz. Das ist aber eine Mannschaft, die verdientermaßen Champions League-Sieger geworden ist, weil sie den besten Fußball gespielt haben. Sie sind sehr ballsicher, individuell natürlich auch gut, können richtig ackern, sind athletisch. Bei ihnen gibt es keine Pause, sie drücken ständig das Gaspedal durch.” 

... das Viertelfinale:

“Es ist für uns nicht wichtig, in welcher Knock-Out-Phase wir uns befinden, sondern das nächste Spiel zählt. Es ist egal, ob es ein Achtel- oder Halbfinale wäre. Wir spielen gegen PSG, den CL-Sieger und wissen, was uns erwartet. Ich denke, wir haben hier schon gute Leistungen gebracht und wollen das gegen PSG wieder tun. Ich glaube nicht, dass die sich freuen, gegen uns zu spielen. Das wird ein Duell auf Augenhöhe. Da ist jede Kleinigkeit entscheidend. Da zählt natürlich die Tagesform und die individuelle Klasse.” 

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... den Titel bei der Klub WM als eigene Motivation:

“Es ist auf alle Fälle eine Motivation für einen Wettbewerbsmenschen. Das bin ich, ist auch ein Thomas Müller zum Beispiel. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Und wenn es um einen Titel geht, braucht man uns nicht zu wecken, sondern da stehen wir von alleine auf. Es macht sehr viel Spaß in unserer Mannschaft. Wir gehen gerne zum Training, auch wenn die Temperaturen belastend für den Körper sind. Da muss man mehr ackern und kämpfen, aber das gehört einfach dazu. Die Umstände müssen wir so annehmen. Ich glaube, dass alle dieses Gen sich haben, auf den Platz zu gehen und gewinnen zu wollen.”  

... die prägendsten Spieler in seiner Karriere:

“Am meisten haben dich die eigenen Teamkollegen geprägt. Gerade am Anfang der Karriere bei der Schalke-Zeit mit den Innenverteidigern, wo man eine gute Defensive aufgestellt hat. Wenn du dich mit den Offensivspielern bei Bayern im Training messen konntest, da ist natürlich der Thomas Müller ein gutes Beispiel, aber auch Robert Lewandowski, Arjen Robben, Franck Ribery und jetzt auch Harry Kane. Wir haben immer Top-Offensivspieler gehabt, die vor dem Tor alles können. Das ist das Schönste, auf höchstem Niveau trainieren zu dürfen, dass du Latte für dich als Torwart auch immer ein bisschen höher hängen kannst." 

... den besten Karrieresave:

“Ich glaube, dass in jeder Epoche, jeder Saison nicht in jedem Spiel aber in jedem Monat es einen Save gibt, der dann für sich steht. Ich denke auch gar nicht so gerne an die Momente zurück, sondern ich bin im Hier und Jetzt, schaue nach vorne und ruhe mich nicht aus, auf den Sachen, die schon passiert sind. Das ist das, was uns abtreibt, weil es für uns Spieler immer bei Null losgeht. Es geht darum, dass man wieder was gewinnen kann und eben nicht darum, was wir schon gewonnen haben.” 

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... Umgang mit Leistungsdruck:

“Leistungsdruck hat man immer, wenn man beim FC Bayern spielt oder Nationalspieler ist. Es gibt eine gewisse Erwartungshaltung an uns und die größte Erwartungshaltung hat man aber sich selbst gegenüber. Da bin ich mein schärfster Kritiker, versuche, das aber auch ein wenig abzulegen, dass man mit kühlem Kopf und in einer gewissen Art und Weise von Ruhe in die Spiele geht. Das versuche ich auszustrahlen und das überträgt sich in der Regel von der Defensive auf die Mannschaft. Das gibt dir ein Selbstbewusstsein und ein Selbstverständnis dafür, dass wir Spieler von Bayern München sind.” 

... die Veränderung des Torwartspiels:

“Ich weiß nicht, ob viele Torhüter noch höher stehen aktuell. Es ist so, dass viele mehr und mehr in das Aufbauspiel integriert werden. Es wird dazu genutzt, aufzubauen, um Tormöglichkeiten sich herauszuspielen. Das ist der Unterschied zu früher. Da gab es öfter lange Bälle oder vielleicht gab es den einen oder anderen Pass und dann kam der lange Ball. Mannschaften versuchen so aufzubauen, eine Torchance zu kreieren.” 

... PSG-Keeper Gianluigi Donnarumma:

“Er ist ein Weltklasse-Torwart, der eine lange Spannweite hat, der auch sehr gut antizipieren kann und der dann auch sehr schnell in den Ecken ist. Er bringt eine Größe mit, wo es schwierig ist, Tore zu erzielen.”