Chelsea vor entscheidenden Spielen
90 Minuten nochmal in Nottingham Vollgas geben - und in der kommenden Saison Königsklasse spielen. Das dürfte das Motto des FC Chelsea am Sonntag sein. Coach Enzo Maresca kann dabei personell wieder auf die zuletzt ausgefallenen Christopher Nkunku and Marc Guiu zurückgreifen, wenngleich es bei beiden wohl nicht für einen Startelf-Einsatz reichen dürfte. Und auch bei Reece James, der zuletzt dosiert trainiert hatte, gab der Trainer grünes Licht.
Die Ausgangslage ist ganz gut für die Londoner. Punktgleich mit Newcastle haben die Blues ihr Champions-League-Schicksal in der eigenen Hand, mit dem Gastspiel beim direkten Konkurrenten Nottingham Forest aber eine durchaus schwere Aufgabe vor der Brust. "Wir haben in dem Sinne Glück, dass, wenn wir gewinnen und unseren Job machen, wir nicht auf die anderen Ergebnisse schauen müssen", sagte der Italiener und fügte an: "Wenn wir nicht gewinnen, müssen wir aufpassen. Ein Remis würde reichen, wenn Aston Villa nicht gewinnt oder Newcastle verliert.
Mit Blick auf das Conference-League-Finale am kommenden Mittwoch gegen Real Betis verwies Maresca auf die Notwendigkeit des Kadermanagements. "Wir werden definitiv Änderungen vornehmen müssen", erklärte der Italiener und sagte mit Blick auf das Duell gegen Betis: "Wir müssen rotieren und Dinge ändern, weil wir in der Zeit von Sonntag bis Mittwoch nicht genug Zeit haben werden, um zu regenerieren und neue Energie zu tanken."
Maresca und die Furcht vor Müdigkeit
Regeneration scheint ohnehin ein großes Thema in diesem Sommer zu werden. Denn Maresca blickt schon sorgenvoll auf die kommende Saison. Der Grund: Der vollgepackte Spielplan. Nach dem Saison- und dem Conference-League-Finale geht es nämlich Schlag auf Schlag weiter.
Zunächst gehen die zahlreichen Nationalspieler auf Länderspielreise, im Juni steht dann die FIFA Klub-WM (14. Juni bis 13. Juli) an. Und weil die Premier League bereits am 16. August losgeht, stellt sich da auch die Frage, wann die Spieler überhaupt Urlaub machen können. Schließlich braucht es ja auch eine anständige Vorbereitung.
"Natürlich haben wir Spieler, die aufgrund der hohen Belastung verletzt oder müde sein könnten", sagte der 45-Jährige gegenüber The Athletic und kritisierte die Vielzahl an Spielen. "Für mich ist das weder normal noch richtig. Ich kann verstehen, dass manche denken: 'Ja, aber sie verdienen so viel Geld, das ist kein Problem.' Aber es geht um die Gesundheit und den Schutz der Spieler. Ich glaube nicht, dass der Gesundheit der Spieler und solchen Dingen viel Aufmerksamkeit geschenkt wird."
Der Italiener meinte dann auch, dass er nicht viel tun könne, wenn seine Spieler müde sind, "dann spielen sie nicht. So einfach ist das." Dennoch freut sich Maresca darüber, wenn seine Spieler für ihr Land spielen, wie er klarstellt. "Wir sind froh, dass Spieler in ihren Nationalmannschaften sind. Das ist wichtig für sie, weil sie ihr Land repräsentieren. Es ist schön, auch für den Verein."