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Ismaik gibt 1860-Anteile doch nicht ab - Präsidium zeigt sich verwundert

kicker

Es war eine Meldung, die aufhorchen ließ: Anfang Juli gab Hasan Ismaik bekannt, seine Anteile an 1860 München abgeben und sich damit als Investor zurückziehen zu wollen. Doch nun kommt alles anders. Der umstrittene Jordanier macht weiter - die vollständigen Hintergründe blieben zunächst unklar.

"Ich werde mit dem Verein weitermachen", wird Ismaik von der Süddeutschen Zeitung zitiert und erhebt zugleich schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Präsidenten Robert Reisinger und dessen Vize: "Alles, was ich den Fans von 1860 sagen möchte, ist, dass Reisinger und Karl Christian Bay alle belogen haben." Wie die SZ weiter berichtet, will Ismaik zeitnah nach München reisen und sich mit dem neuen Präsidenten Gernot Mang treffen, um die Zukunft zu planen.

Kein Verkauf an ein Schweizer Unternehmen

Ismaiks Anteile sollten eigentlich an ein Schweizer Unternehmen verkauft werden. "Ich freue mich sehr, das Staffelholz an jemanden zu übergeben, der dem Verein derart helfen kann", hatte der 47-Jährige selbst damals gesagt. Ein Deal, der gar nicht zustande kam und schnell geplatzt ist.

Der Verein selbst nahm später am Freitag Stellung zu den Geschehnissen. Durchaus verwundert, wie es auf der Website von 1860 e.V. heißt, habe man die Entwicklung zur Kenntnis genommen. Die Veröffentlichung der Anteilsverkäufe Ismaiks sei aus Sicht des Präsidiums "deutlich verfrüht und zum falschen Zeitpunkt" geschehen.

Die neue Vereinsspitze sehe "keinen akuten Handlungsbedarf", heißt es weiter. Vielmehr sei das Präsidium bereits mit Ismaik "in Kontakt und wird ihn zeitnah persönlich treffen, um die notwendigen Schritte für die Zukunft des TSV 1860 München konstruktiv zu besprechen". Auf das Sportliche in Giesing habe das alles keinen Einfluss, so das Präsidium in der Verlautbarung.

Ismaik ist seit 2011 beim TSV 1860 München involviert und war immer wieder Anlass für Streit, Chaos und Konflikte. Allerdings sicherte der Geldgeber auch mehrmals den Fortbestand und die unmittelbare Zukunft des Klubs, war aber auch dabei, als der stolze Traditionsverein aus Giesing 2017 in die Regionalliga zwangsabsteigen musste. 2018 stiegen die Löwen in die 3. Liga auf, wo sie seitdem spielen - aber immer wieder von der Rückkehr in die Bundesligen träumen.