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Mediziner Xaud ist neuer Verbandspräsident Brasiliens

kicker

Sieger der Neuwahlen

Samir Xaud ist zum neuen Präsidenten des brasilianischen Fußballverbandes CBF gewählt worden. Der 41-jährige Mediziner folgt damit auf Ednaldo Rodrigues. Bis 2029 soll Xaud den Verband des Rekordweltmeisters führen und Ruhe hineinbringen, denn in jüngerer Vergangenheit sorgte die CBF für reichlich Negativ-Schlagzeilen.

Xauds Vorgänger Rodrigues etwa wurde zuletzt seines Amtes enthoben. Ein Abkommen für seine Wiederwahl im März 2025 war nach Auffassung eines Gerichts in Rio de Janeiro ungültig. Es war bereits das zweite Mal, dass Rodrigues abgesetzt wurde.

Im Dezember 2023 war Rodrigues aufgrund von Unregelmäßigkeiten im Wahlprozess 2022 des Amtes enthoben worden. Jedoch wurde diese Entscheidung im Januar 2024 durch eine einstweilige Verfügung des Obersten Bundesgerichts aufgehoben, so dass er seinen Posten wiederaufnehmen konnte. Die geplante Klage gegen die erneute Amtsenhebung zog die CBF zurück.

Das Ziel: "Modern und partizipativ"

"Heute beginnt eine neue Etappe im brasilianischen Fußballverband", so Xaud: "Unsere Führung wird von der Erneuerung der Ideen und dem Zusammenschluss all jener geprägt sein, die einen wirksamen Beitrag zur vollen Entfaltung unseres Sports leisten wollen", sagte der neue Präsident in seiner ersten Rede.

"Ich bin nicht allein gekommen. Ich bin Teil einer Gruppe, die sich mit einem einzigen Ziel zusammengefunden hat: einen neuen CBF aufzubauen, die modern und partizipativ ist und sich für die Entwicklung der Fußballindustrie einsetzt", fuhr Xaud fort.

Bei der Wahl erhielt er 103 von 141 Stimmen. Weil die Regionalverbände dank ihres höheren Stimmgewichts sich im Vorfeld auf den Chef des Landesverbandes Roraima geeinigt hatten, konnten die ebenfalls stimmberechtigten 40 Erst- und Zweitligisten keinen Gegenkandidaten aufstellen. Gut die Hälfte der Vereine blieb deshalb aus Protest der Wahl fern.

Brasilien strauchelt in der Qualifikation für die kommende WM, könnte sich aber in den anstehenden Duellen in Ecuador (5. Juni) und gegen Paraguay (10. Juni) vorzeitig das Ticket für die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada sichern. Carlo Ancelotti, noch von Rodrigues verpflichtet, wird schon am Montagabend in Rio de Janeiro seinen ersten Kader nominieren.