MSV-Verärgerung über RWE-Fans
In einem packenden Finale im Landespokal Niederrhein setzten sich Drittligist Rot-Weiss Essen mit 2:1 beim Drittliga-Aufsteiger MSV Duisburg durch und buchte so das Ticket für die Hauptrunde im DFB-Pokal in der kommenden Saison.
Doch auf die übliche Übergabe des Pokals im Innenraum wurde in der Duisburger Arena verzichtet. Grund: In der ersten Hälfte hatte es bereits in der Anfangsphase der Partie einen medizinischen Notfall im Duisburger Fanblock gegeben. Es kam zu einem Einsatz der Rettungskräfte, ein Anhänger der Zebras musste in eine Klinik eingeliefert werden.
Da bis zum Abpfiff der Partie in dem medizinischen Notfall keine Entwarnung gegeben werden konnte, wurde auf die traditionelle Übergabe des Pokals im Innenraum des Stadions verzichtet. Vielmehr bekam RWE im Kabinengang die Trophäe überreicht.
Das despektierliche Verhalten einiger Essener Fans sorgte für Unmut bei den MSV-Verantwortlichen. "Es ist ein bisschen untergegangen, dass ein Fan um sein Leben gekämpft hat. Unsere Zuschauer haben sich zurückgehalten. Die Essener Fans haben weiter gesungen. Das finde ich bodenlos", sagte MSV-Trainer Dietmar Hirsch in der ARD. Auch die WAZ berichtete von Anfeuerungsrufen Essener Fans. Eine Reaktion von RWE zu den Vorwürfen lag am Samstagabend bisher noch nicht vor.
Zuschauerrekord im Niederrhein-Pokal
Insgesamt haben 27.719 Fans die Partie vor Ort verfolgt. Damit wurde ein neuer Zuschauerrekord im Verband Niederrhein aufgestellt, noch nie verfolgten mehr Fans ein Pokalmatch.