Landespokal Niederrhein vor ausverkauftem Haus
Rot-Weiss Essen stand in den vergangenen zwei Jahren im Finale des Landespokals Niederrhein und ging dabei auch immer als Sieger vom Platz. Dass jedoch der Titelhattrick kein Selbstläufer sein wird, hat auch mit einem Gegner zu tun, dessen Name von den Endspiel-Gegnern wohl mit der Größte ist. Denn am kommenden Samstag (16.30 Uhr, LIVE! bei kicker) ist RWE beim Meister der Regionalliga West, dem MSV Duisburg, zu Gast.
In der ausverkauften Schauinsland-Reisen-Arena steigt somit ein richtiger Pokal-Kracher, auf den auch die beiden Cheftrainer richtig heiß sind. "Wir wollen das Double holen, wir wollen Pokalsieger werden und wir wollen in den DFB-Pokal einziehen. Das ist dieses eine Spiel, was du auch nicht mehr wettmachen kannst", sagte MSV-Coach Dietmar Hirsch auf der Pressekonferenz vor dem Finale, auf der auch sein Gegenüber Uwe Koschinat zugegen war.
Koschinat erwartet "bestes Landespokal-Finale in ganz Deutschland"
Und dieser pflichtet dem 53-Jährigen durchaus bei, sieht in diesem Endspiel das "beste Landespokal-Finale in ganz Deutschland, ohne jetzt anderen Mannschaften zu nahe zu treten". Dennoch glaube Koschinat, dass die Fans "DAS Highlight-Spiel der letzten Jahre" erwarte: "Mehr geht ja fast nicht."
Der Respekt vor dem Gegner ist auf beiden Seiten stark ausgeprägt, zumal man sich nach dem Aufstieg des MSV und der damit verbundenen Rückkehr der Zebras in die 3. Liga wieder öfter begegnen wird. "Ein Pokalfinale ist singulär schon ein großes Ereignis, aber in so einem Rahmen und gegen einen so starken Gegner, den wir in einer so starken Phase erwischen, ist das einfach ein großer Reiz", huldigt der RWE-Coach den Blau-Weißen aus dem Ruhrgebiet.
„Jetzt können wir nach zwei starken Saisons dieses Pokalspiel genießen und danach trinken wir ein Bier.“ (MSV-Coach Dietmar Hirsch)
Dennoch sind die Rot-Weißen, die die 3. Liga auf Rang 8 abgeschlossen haben und zuletzt aus acht Spielen nur eine Niederlage hinnehmen mussten, immer noch der Favorit, auch wenn der Trainer das so niemals sagen wollen würde: "Wer der Favorit ist, spielt in den 90 Minuten überhaupt keine Rolle." Unterstrichen wird diese Analyse auch dadurch, dass der MSV mit ordentlich Rückenwind und als ungefährdeter Meister seiner Regionalliga dieses Endspiel bestreiten wird. Während der kompletten Saison musste das Hirsch-Team nur drei Niederlagen hinnehmen, könnte mit einem Erfolg sogar noch das Double gewinnen und stünde damit außerdem in der nächsten Saison im DFB-Pokal. Die "Kirsche auf der Sahnetorte" der aktuellen Spielzeit.
Deshalb glaubt der Coach der Zebras schon auch an eine "realistische Chance" und schickt gleich noch eine Kampfansage hinterher: "Wir strotzen vor Selbstbewusstsein." Dennoch könnten beide Teams mehr als stolz über ihren Saisonverlauf sein, auch unabhängig vom Finalausgang: "Jetzt können wir nach zwei starken Saisons dieses Pokalspiel genießen und trinken danach ein Bier und stoßen auf unsere Saisons an und dann gucken wir, wer am Ende gewonnen hat."