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Mehr Tore, weniger Fouls - und weniger Netto

kicker

Die Frauen-EM kommt an in den deutschen Wohnzimmern, das zeigten auch die Einschaltquoten am vergangenen Sonntag. Während das Finale der Klub-WM zwischen Chelsea und PSG (3:0) nur 1,72 Millionen Menschen sehen wollten, schalteten beim parallel ausgetragenen, abschließenden Gruppenspiel der Frauen-EM zwischen Frankreich und den Niederlanden (5:2) 3,66 Millionen Menschen ein. Bei der Dauerwerbesendung für den Frauenfußball wurde der Gegner der deutschen Mannschaft für das Viertelfinale ermittelt, das DFB-Team trifft am kommenden Samstag (21 Uhr) auf die Französinnen.

An Toren mangelt es dem Turnier in der Schweiz grundsätzlich nicht: Pro Spiel fallen durchschnittlich 3,7 Tore und damit deutlich mehr als noch bei der Männer-EM 2024 (2,3). Ein signifikanter Unterschied findet sich auch in der Anzahl der Fouls. Bei den 24 Frauen-Spielen waren es durchschnittlich 18,0 pro Partie, bei den 36 Begegnungen der Männer 22,4.

Eine Statistik, die eigentlich eine höhere Nettospielzeit bei den Frauen vermuten lassen würde - doch dem ist nicht so. 52,49 Minuten bei den Frauen stehen 57,17 Minuten bei den Männern gegenüber, obwohl es gefühlt zu deutlich weniger Verletzungsbehandlungen und auch weniger Konflikten und Scharmützeln zwischen den Akteurinnen kommt.

Erklärungsansätze liefern weitere Statistiken. Denn in einem Spiel der Frauen-EM gibt es im Schnitt 47,1 Einwürfe und damit deutlich mehr als bei den Männern (33,4). Auch die Anzahl der Abstöße (18,0) liegt über dem Wert der EM 2024 (14,9), zudem laufen die Frauen einen Tick häufiger ins Abseits (3,3 zu 2,9). Mehr Unterbrechungen also, die die Nettospielzeit schrumpfen lassen.