Fehlercode: %{errorCode}

Mischung aus Makaay und Ballack: Heinz ist angekommen beim FC Bayern II

kicker

Für Anton Heinz kommt die Länderspielpause zur Unzeit. Wegen etlicher Abstellungen für diverse U-Nationalmannschaften wurde das Heimspiel des FC Bayern II gegen die Reserve der SpVgg Greuther Fürth auf den 29. Oktober verlegt, sodass es für die Münchner erst am 12. September mit dem Gastspiel bei der SpVgg Hankofen-Hailing weitergeht.

Dabei präsentierte sich der FCB-Nachwuchs zuletzt in bestechender Verfassung. Allen voran und auch dank seines Angreifers Heinz. Mit 13 Zählern aus den ersten sechs Partien darf der Start als durchaus gelungen bezeichnet werden, das jüngste 4:1 am vergangenen Freitagabend in Memmingen war nicht weniger als eine Machtdemonstration. Alle vier Treffer der kleinen Bayern gingen dabei auf das Konto des 27-jährigen Sommerzugangs. Insgesamt kommt Heinz somit auf stolze acht Tore und drei Assists in sechs Spielen.

Auffällig dabei, dass er zehn dieser elf Scorerpunkte in nur drei Partien verbuchte, in den Topspielen gegen Unterhaching und Bayreuth indes leer ausging. Im Heimspiel gegen Bayreuth war er von Bayern-Coach Holger Seitz zunächst sogar auf die Bank beordert worden. Mit seinem Auftritt in Memmingen dürfte er sein Startelf-Mandat künftig sicher haben. Denn mit seiner bisherigen Quote übererfüllt Heinz selbst die kühnsten Erwartungen an ihn. Und diese waren ohnehin nicht gering. Alleine der Umstand, dass die Bayern-Amateure einen 27-Jährigen verpflichten, steht für diese hohen Erwartungen. Da die Personalsituation in der Offensive schwierig zu werden drohte, habe man sich im Frühjahr bewusst "nach einem Stürmer umgeschaut, der eine gewisse Quote in der Regionalliga vorweisen kann und dessen Vertrag ausläuft", beschreibt NLZ-Chef Jochen Sauer das avisierte Profil.

Dass der Rekordmeister dabei schnell bei Heinz landete, verwundert nicht. Hatte sich der gebürtige Gütersloher doch bereits in der Saison 2023/24 auch überregional einen Namen gemacht, als er mit 20 Treffern in der Regionalliga West als Torschützenkönig reüssierte und damit seinem Verein Alemannia Aachen entscheidend zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die 3. Liga verhalf. In der Vorsaison kam er auf sechs Treffer in 33 Drittliga-Einsätzen für die Alemannia.

"Von Außen betrachtet mag es erst mal wie ein Rückschritt klingen, wieder in eine tiefere Liga zu wechseln", räumt der bei Arminia Bielefeld ausgebildete Linksfuß ein, "für mich hat der Verein aber eine sehr hohe Bedeutung", zudem habe er, "große Lust auf diese Aufgabe und kann mich sehr gut damit identifizieren". Zumal Heinz erzählt, dass "mein erstes Trikot vom FC Bayern war", ob es jedoch eines "von Roy Makaay oder Michael Ballack, weiß ich nicht mehr genau, ich hatte aber von beiden Trikots".

Abgeschaut hat er sich offenbar von beiden etwas: Paart Heinz doch die Abschlussqualität Makaays mit der Standardstärke Ballacks. Nachdem er sich im Dezember 2023 beim Aachener 4:3-Erfolg über den Wuppertaler SV mit gleich drei direkt verwandelten Freistößen endgültig in die Herzen der Alemannia-Fans geschossen hatte, wuchs seine Popularität enorm. Auch in München ist der Vollstrecker drauf und dran, sich nun im Süden des Landes einen Namen zu machen und seiner Geschichte ein neues, vielleicht sogar das bislang größte Kapitel hinzuzufügen.