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Mit Leiden gegen die Sehnsucht: Wollitz hofft und lobt Campulka

kicker

Das letzte Mal trafen Energie Cottbus und Hannover 96 2009 in einem Pflichtspiel aufeinander - in der Bundesliga, die Lausitzer siegten 3:1. Doch die goldenen Zeiten im Oberhaus sind für beide Klubs schon länger vorbei. Hannover unternimmt den siebten Anlauf Richtung Bundesliga, Cottbus ist seit letzter Saison zumindest wieder drittklassig.

Nun geht es zwischen dem Drittligisten Energie gegen den Zweitligisten 96, "da sind die Chancen dann doch ein Stück weit geringer", merkte Claus-Dieter Wollitz an. Zumal der Energie-Coach bei Hannover "eine sehr gut erkennbare Handschrift sieht", Christian Titz hat seit Saisonbeginn das Sagen bei den Niedersachsen.

Eine Chance sieht Wollitz nur, "wenn wir es schaffen, leiden zu können, aber trotzdem positiv bleiben". Um dann gleich anzumerken, dass das zuletzt "eine unserer Schwächen" war. Zudem war er trotz des 2:0-Erfolgs mit dem Auftritt in Schweinfurt "nicht zufrieden, weil ich denke, dass wir ein Stück weit galliger sein können".

„Die letzten drei Jahre waren wir weit weg, sehr weit sogar. Auch wenn die Ergebnisse außer Paderborn knapp waren.“ (Claus-Dieter Wollitz)

Und gegen 96 auch müssen. Denn die Sehnsucht nach der 2. Runde im Pokal ist "ist wirklich da. Aber die war letztes Jahr da, die war vor zwei Jahren da, die war vor drei Jahren da. Die letzten drei Jahre waren wir weit weg, sehr weit sogar. Auch wenn die Ergebnisse außer Paderborn knapp waren."

Jeweils gegen Werder Bremen verlor Cottbus 2022 (1:2) und 2024 (1:3), 2023 setzte es ein deftiges 0:7 gegen den SC Paderborn. "Die Leistungen waren nicht so, dass es Pokalfights wurden", sagte Wollitz, zumindest das soll sich am Samstag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Hannover ändern.

Ob er erstmals in dieser Saison auf Torjäger Timmy Thiele zurückgreift, ließ Wollitz noch offen. "Wir müssen schauen bei Timmy Thiele, wie wir das jetzt machen. Er wird das Abschlusstraining gestalten und dann werden wir eine Entscheidung treffen, ob wir ihn schon im Kader mitnehmen oder noch eine Woche warten. Fakt ist, dass er sehr gut gearbeitet hat", meinte der Coach. Thiele, der sich im Juni einer Knie-OP unterzog, hat "sehr viel aufgeholt".

Sonderlob für Campulka

Viel aufgeholt hat auch Tim Campulka, dem Wollitz ein Sonderlob zukommen lässt. Der 26-Jährige kam vergangene Spielzeit nur auf 15 Spiele, neun in der Startelf. Als "sehr ordentlich" stufte Wollitz die beiden ersten Partien des Innenverteidigers ein, unabhängig von seinem späten Tor beim 2:0 gegen Schweinfurt. "Er hatte auch das Quäntchen Glück, dass Dennis Slamar spät in die Vorbereitung eingestiegen ist", ein Platz im Abwehrzentrum daher frei war. "Campe ist sehr gefährlich bei Standardsituationen, er kann ein Spiel auch binden, unabhängig davon, ob er selbst eingreift. Er spielt jetzt schneller, dribbelt an und schiebt nach. Das hat er im letzten Jahr nicht so interpretiert. Von daher spielt er jetzt zurecht." Ob auch gegen Hannover, ließ Wollitz allerdings offen.

Nicht offen ließ er die Transfervorhaben der Lausitzer. "Wir sind nach wie vor auf dem Markt unterwegs, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, stabiler zu werden." Stabilität, die nun gegen Hannover gefragt ist, um die Sehnsucht mal wieder zu befriedigen.