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Mit Ostrzolek und ohne Gerichte: Schwaben Augsburg blickt auf weiteres Regionalliga-Jahr

kicker

In der A-Lizenz-Ausbildung

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Bei den Heimspielen des TSV Schwaben sitzt die Augsburger Fußballgröße Peter Hartmann als interessierter und durchaus kritischer Beobachter im Rosenaustadion auf der Tribüne. Früher spielte Hartmannn selbst an der Seite des jetzigen Co-Trainers der Schwabenritter, Roland Bahl und des späteren Weltmeisters Karlheinz Riedle beim FC Augsburg in der damals dritthöchsten Liga, der Bayernliga in der Rosenau. Später wechselte der schnelle Außenstürmer zum TSV Schwaben und zum ebenfalls in der Königsklasse des Freistaates beheimateten FC Enikon. Jetzt ist er treuer Fan der Violetten und deren Spielertrainer Matthias Ostrzolek. Und machte sich im Verlauf der Rückrunde Sorgen um die sportliche Zukunft des Schwaben-Abwehrreckens. Er schätzt die Qualitäten des ehemaligen Bundesligaprofis hoch ein und dürfte mittlerweile heilfroh sein, dass der ehemalige Profi am vergangenen Wochenende seinen Kontrakt beim Regionalligisten um eine Saison verlängerte. Hartmann hatte Angst, dass finanzkräftige Vereine auf den ehemaligen Profi hätten aufmerksam werden können. Doch diese Gefahr ist zumindest für die kommenden zwölf Monate gebannt.

Lob vom Meistertrainer

Neben Spielertrainer Ostrzolek (35), sollen auch Co-Trainer Roland Bahl (63), Co-Trainer Marco Zupur (28) und Torwarttrainer Claus Zerbe (58) ihre Verträge bei den Schwabenrittern verlängern. Das hofft jedenfalls Fußballchef Max Wuschek, der demnächst mit den Übungsleitern über die Zukunft reden möchte. "Dann hätten wir wieder genügend Kompetenz im Trainerteam", ist er sich sicher. In der Regionalliga haben sich Ostrzolek und seine Assistenten in der vergagenen Spielzeit jedenfalls durch gute Leistungen einen Namen gemacht. Großes Lob für die Augsburger gab es jedenfalls in dieser Spielzeit von vielen Seiten. Auch von Victor Kleinhenz, dem Meistermacher und Aufstiegscoach der Schweinfurter Schnüdel. Gegen die Augsburg beide Spiele gewinnen konnte. Er lobte die Schwaben, nach dem 2:0-Sieg in der Rückrunde: "Augsburg setzt seit Saisonbeginn Maßstäbe in Sachen Intensität, das haben wir zu spüren bekommen. Deshalb mussten wir dem Gegner zu drei verdienten Punkten gratulieren." Dabei galten die Schwaben, die nach Jahrzehnten wieder Regionalligaluft schnuppern durften, vor der Saison als Abstiegskandidat Nummer eins.

"Spaß haben", lautete die Maxime des Fußballchefs und seiner Elf. Wuschek: "Das Team schafft es dabei in bemerkenswerter Weise auch, die Nebengeräusche rund um den Verein wie das Gerichtsverfahren wegen unseres Verstoßes gegen die U-23-Regel des Bayerischen Fußballverbandes auszublenden." Das verhalf dem Verein über Monate zu einer nicht gewollten bundesweiten Bekanntheit. "Das waren harte Zeiten", blickt Wuschek zurück.

Ostrzolek in der Ausbildung

Doch zurück zu Mattthias Ostrzolek. Es war lange nicht klar, dass der gebürtige Westfale trotz seiner Profikarriere sein Glück als Fußballtrainer versuchen wird. Nach seiner letzten Station als Spieler im bezahlten Fußball beim FC Admira Wacker Mödling in Österreich, heuerte er als Co-Trainer in der Bayernliga beim VfB Halbergmoos an. Da er mit seiner Familie in Neusäß bei Augsburg wohnt, kam später auch der Kontakt zu Schwaben-Fußballchef Max Wuschek zustande. An der Stauffenbergstraße heuerte Ostrzolek als Spieler und Co-Trainer von Fußballlehrer Janos Radoki an. "Janos hat mir eine ausgezeichnet ausgebildete Mannschaft hinterlassen", lobt Ostrzolek seinen Vorgänger. Als sich Radoki und der Verein allerdings nach wenigen Wochen trennten, wurde er zum spielenden Cheftrainer befördert. Das war vor zwei Jahren. Mittlerweile absolviert er am DFB-Campus in Frankfurt die Ausbildung zum A-Lizenzinhaber. Der Kurs dauert noch bis November.

Derzeit dreht sich bei den Schwaben, die auch zum großen Lokalrivalen FC Augsburg ein ausgezeichnetes Verhältnis pflegen, das Personalkarussell. Simon Achatz (FC Gundelfingen), Simon Gail (SV Mering) und Timothee Diowo (Wacker Burghausen) werden den Klub verlassen, mit Odin Redier (Türkspor Augsburg) und Felix Schwarzholz (FC Memmingen) wurden bereits zwei Neue verpflichtet. Bei den Augsburgern freut man sich jedenfalls auf die neue Runde und die Spiele gegen die SpVgg Unterhaching oder die Aufsteiger FC Memmingen und VfB Eichstätt. Auch wenn man weiß, dass die zweite Saison in einer neuen Liga bekanntlich die Schwerste sein soll. "Darauf müssen wir uns halt einstellen", sagt Max Wuschek.