Landespokal Niederrhein
Traurige Gewissheit nach dem Finale im Niederrheinpokal zwischen dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen. Der zusammengebrochene Fan ist in der Nacht zum Sonntag im Krankenhaus verstorben. Das teilte ein Sprecher der Feuerwehr Duisburg auf Anfrage des Reviersport am Vormittag mit.
Der Fan war wenige Minuten nach dem Anpfiff in Block 13 zusammengebrochen. Zunächst hätten Polizisten mit der Reanimation des Mannes begonnen, ehe Sanitäter die Hilfsmaßnahmen abgeschirmt durch weiße Tücher fortsetzten.
Unmut kam im Stadion auf, weil Essener Fans ihre Mannschaft zunächst weiterhin lautstark anfeuerten, während MSV-Anhänger ihren Support einstellten. Als der Mann aus dem Block transportiert wurde, applaudierten Fans aus beiden Lagern gemeinsam. Duisburgs Trainer Dietmar Hirsch kritisierte das Verhalten der Gästefans nach Spielende.
Siegerehrung nicht auf dem Rasen
Die Verantwortlichen führten die Siegerehrung der Essener Mannschaft nicht auf dem Rasen durch, sondern in den Katakomben des Stadions.
RWE sprach in einem Beitrag auf X am Mittag sein Beileid aus. "Wie wir aktuellen Medienberichten entnommen haben, ist der Zuschauer, der am Samstagabend während des Endspiels im Niederrheinpokal in Duisburg aufgrund eines medizinischen Notfalls ins Krankenhaus gebracht werden musste, leider verstorben. Der Tod dieses Zuschauers stimmt uns alle bei Rot-Weiss Essen sehr traurig." RWE bedauere den Verlust und drückte "den Angehörigen des Verstorbenen unser tiefstes Mitgefühl, unsere Anteilnahme und unser aufrichtiges Beileid" aus.
Auch der MSV platzierte wenig später einen Beitrag beim Kurznachrichtendienst: "Im Namen der Zebra-Familie bekunden wir unser Beileid und wünschen allen Angehörigen und Freunden viel Kraft."