In der Partie am Samstag gegen den Karlsruher SC (0:2) sah Paul Jaeckel in der 77. Minute die Rote Karte. Nach einem Fehlpass von Johannes Schenk verhinderte der Innenverteidiger eine klare Torchance des KSC. Der gerade erst eingewechselte Karlsruher Lilian Egloff wollte in den Strafraum zum Fehlpass gehen, wurde jedoch von Jaeckel durch einen Bodycheck zu Fall gebracht. Für Schiedsrichter Eric Weisbach war es ein klares Foul und eine Notbremse. Die für die Karlsruher aber lohnend endete: Kapitän Marvin Wanitzek trat an zum Freistoß und traf zum 0:1.
Nun hat der DFB das Urteil gefällt. Und wie die Preußen am Montagnachmittag mitteilten, muss Jaeckel wie erwartet nur am kommenden Spieltag aussetzen. Denn durch den verwandelten Freistoß fiel ein Grund des Platzverweises, die Verhinderung einer offensichtlichen Torchance, weg.
"Der gegen den SC Preußen Münster verhängte Freistoß führte zum Torerfolg. Der Antrag auf eine Sperre von einem Meisterschaftsspiel entspricht der ständigen Rechtsprechung der DFB-Rechtsinstanzen in derartigen Fällen (Verhinderung einer offensichtlichen Torchance durch ein Foulspiel mit anschließendem Torerfolg)", zitierte der Zweitligist aus der Rechtssprechung des DFB. Der Kontrollausschuss folgte dieser und verhängte wegen "eines unsportlichen Verhaltens" die Sperre für ein Meisterschaftsspiel.
Der Verein und der Spieler haben dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Damit muss SCP-Coach Alexander Ende nur im anstehenden Auswärtsspiel am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) beim SC Paderborn auf seinen Innenverteidiger verzichten. Im darauffolgenden Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg (30. Januar, 18.30 Uhr) wird Jaeckel aber wieder spielberechtigt sein.
Der 27-jährige Jaeckel hat sich nach seiner Ankunft im vergangenen Sommer auf Anhieb als Stammspieler etabliert und stand bei all seinen 17 Ligaminuten jeweils über die volle Distanz auf dem Platz. Lediglich am 10. Spieltag war er wegen einer Gelbsperre außen vor. Nun wird er ein zweites Mal aussetzen müssen.