BSV überlegt noch
Die Tage der Ungewissheit sind vorbei: Dadurch, dass sich in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga der Meister der Regionalliga Nord, der TSV Havelse, durchgesetzt hat, bleibt der Bremer SV viertklassig, während in der Nordost-Staffel durch Leipzigs "Klassenerhalt" kein weiterer Platz frei wird. Heißt: Rang 17 führt den FC Viktoria 1889 Berlin nun doch in die Oberliga.
Beim BSV wirkt der Jubel verhalten. Die Worte, die vom Panzenberg an die Öffentlichkeit dringen, sind viel mehr von Zweifeln geprägt, ob es wirklich in der Regionalliga weitergeht: "In Kombination mit dem verlorenen Pokalfinale am vergangenen Wochenende (0:1 gegen Hemelingen; Anm.d.Red.) stehen wir nun vor wichtigen Entscheidungen." Am Mittwoch wolle sich der Vorstand mit der so wörtlich "sportlichen und wirtschaftlichen Situation" befassen. Bis dahin bleiben Fragezeichen.
"Selbst zuzuschreiben"
Klar ist, dass Viktoria Berlin in der Oberliga NOFV-Nord auftauchen wird. Schuldzuweisungen an Leipzig erstickt der Sportliche Leiter Massud Khaleqi im Keim: "Die erhoffte Schützenhilfe ist leider ausgeblieben, aber wir haben uns das selbst zuzuschreiben." Viktoria wolle nun die abgelaufene Saison analysieren und kritisch hinterfragen. Alles anders machen werden die Berliner laut Khaleqi aber wohl nicht: "Wir werden auf jeden Fall konsequent den eingeschlagenen Weg weitergehen und in erster Linie auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs setzen, die bei Viktoria Berlin ausgebildet wurden, hohe Identifikation mitbringen und sich diese Chance verdient haben." Diesen Talenten soll der ein oder andere gestandene Spieler zur Seite gestellt werden.