Vom Interimscoach zum Hoffnungsträger
Das Trainerduo Thomas Kleine und Milorad Pekovic hatte die Fürther erst in den letzten beiden Spielen der vorangegangen Zweitliga-Spielzeit interimsweise übernommen und in den Partien bei Hannover 96 (1:1) und gegen den Hamburger SV (3:2) insgesamt vier Punkte eingefahren. Damit bewahrten sie die Mittelfranken vor der Abstiegsrelegation und sicherten eine weitere Saison in der 2. Liga.
Am Montagabend ist nun die Beförderung der beiden erfolgt - mit einer kleinen Änderung: Die beiden Kollegen sind nun nicht mehr gleichberechtigt als Duo tätig, vielmehr ist die Aufgabenverteilung klar geregelt worden. Kleine, der schon die Pressekonferenzen im Saisonendspurt absolviert hat, wird Cheftrainer - Pekovic fungiert als dessen Co.
Kleine gibt die Marschroute schon mal vor
"Beide haben es geschafft, in einer sehr schwierigen Situation unsere Mannschaft erfolgreich über die Ziellinie zu führen - und es war trotz der Kürze der Zeit schon zu sehen, worauf sie Wert legen", erklärt Fürths Sportdirektor Stephan Fürstner die Entscheidung und macht Mut für die kommende Spielzeit im Unterhaus: "Wir werden einen größeren Umbruch in der Mannschaft haben - und ich bin mir sicher, dass wir es gemeinsam schaffen, etwas aufzubauen."
Kleine selbst spricht in einer Pressemitteilung des Kleeblatts von "offenen Gesprächen. Das war wichtig, damit wir alle in die gleiche Richtung laufen und die richtigen Schlüsse aus der Saison ziehen." Das Ziel für die jüngere Zukunft soll eine mutig aufspielende Mannschaft sein, die "mit der notwenigen Leidenschaft und Intensität" agiert. "Daran wollen wir vom ersten Trainingstag an arbeiten."
Kleine und Pekovic sind im Übrigen keine Unbekannten am Ronhof: In der Spielzeit 2011/12 stiegen beide, Kleine sogar mit der Kapitänsbinde, als Zweitliga-Meister in die Bundesliga auf und erreichten zudem das DFB-Pokal-Halbfinale, das Ilkay Gündogan erst in der 120. Minute für den BVB entschied.