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Nach neun Jahren Zeitz: Sonnenberg ist neuer FCS-Kapitän

kicker

Das gewohnte Bild beim 1. FC Saarbrücken, dass Manuel Zeitz den Drittligisten auf das Feld führt, wird es ab Samstag nicht mehr geben. Der langjährige Kapitän, der seit 2016 die Spielführerbinde um den Arm trug, geht zwar in seine zehnte Saison mit dem FCS, wird aber erstmals nicht mehr als Spielführer fungieren. Sven Sonnenberg übernimmt vom 34-Jährigen.

18 Spiele stehen bei Zeitz 2024/25, nur neunmal stand er in der Startelf. Die Mannschaft führte also meist ein anderer Spieler auf das Feld, nachdem der Defensivspieler seinen Status als Stammspieler verloren hatte. "Er hat sich große Verdienste erworben und bleibt ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft", betonte Alois Schwartz am Donnerstag, nachdem sich der Trainer dazu entschieden hatte, Sonnenberg das Amt des Spielführers zu übertragen. Patrick Sontheimer fungiert als Stellvertreter.

Dem Mannschaftsrat gehören neben Sonnenberg und Sontheimer Robin Bormuth, Kai Brünker und Patrick Schmidt an, Zeitz ist auf eigenen Wunsch nicht in diesem Gremium vertreten, wie der Verein mitteilte.

"Ein Marathon, kein Sprint": Schwartz überlegt bei Sontheimer

Die Ämter sind verteilt vor dem Gang nach Cottbus, die Kaderplätze wohl auch, nachdem einige Saarbrücker nicht zur Verfügung stehen. Amine Naifi (Reha), Neuzugang Amine Groune (fehlende Spielberechtigung), Richard Neudecker (Trainingsrückstand), Philip Fahrner und Sebastian Vasiliadis (beide Muskelfaserriss), Maurice Multhaup (Jochbeinbruch) und Calogero Rizzuto (Sperre) werden in der Lausitz fehlen.

Dafür deutet sich die Rückkehr von Sontheimer an, Schwartz will in dieser Personalie aber nichts überstürzen. "Die Saison ist lang - ein Marathon, kein Sprint. Wir müssen sehen, ob es für einen Einsatz von Beginn an reicht." Unabhängig von Sontheimer sieht Schwartz sein Team gerüstet: "Wir hatten eine Vorbereitung unter erschwerten Bedingungen - sowohl in der Kaderplanung als auch in Bezug auf die Verletzungssituation. Aber wir haben die Kurve bekommen: Der Kader ist nun breiter aufgestellt, und die Ergebnisse zum Ende der Vorbereitung waren zufriedenstellend." Jetzt muss nur noch das Ergebnis in Cottbus stimmen. Da gab es letzte Saison eine 1:4-Niederlage.

Geldstrafe für Fan-Vergehen in der Relegation

Eine Niederlage setzte es auch in der Relegation Ende Mai gegen Eintracht Braunschweig, wodurch Saarbrücken vergangene Saison den Sprung ins Unterhaus verpasste. Wegen mehrerer Vergehen von FCS-Fans in beiden Partien hat der DFB die Saarländer nun zur Kasse gebeten. Über 62.000 Euro muss der Verein insgesamt als Strafe zahlen, kann bis zu 20.700 Euro davon jedoch für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Die einzelnen Urteile sind bereits rechtskräftig.

Im Hinspiel im Ludwigsparkstadion (0:2) gab es laut DFB-Sportgericht zwei Einlassstürme, bei denen Fans unkontrolliert in das Stadion gelangt waren, was zu Verletzungen bei fünf Mitarbeitern des Ordnungsdienstes sorgte. In beiden Partien wurden darüber hinaus pyrotechnische Gegenstände gezündet. Im Rückspiel beim Zweitligisten (2:2 n.V.) verzögerte sich der Anstoß deshalb um über drei Minuten, zudem musste in der zweiten Hälfte das laufende Spiel aus demselben Grund für zweieinhalb Minuten unterbrochen werden.