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Nach Pfiffen gegen Vinicius Junior: Mbappé kritisiert die Real-Fans

kicker

Dass die Stimmung rund um Real Madrid momentan zu wünschen übrig lässt, wurde allerspätestens beim jüngsten 2:0-Heimsieg gegen UD Levante deutlich. Schon vor Anpfiff schwenkten die Zuschauer im Estadio Santiago Bernabeu weiße Taschentücher, Jude Bellingham und besonders Reizfigur Vinicius Junior wurden schon beim Verlesen der Aufstellung mit einem gellenden Pfeifkonzert bedacht. Ähnlich wie Präsident Florentino Perez, dem mit Sprechchören zum Rücktritt aufgefordert wurde.

Bereits am Dienstag wartet auf Real die nächste Aufgabe vor heimischem Publikum, wenn die Königlichen die AS Monaco in der Champions League empfangen (21 Uhr, LIVE! bei kicker). Ob es im Bernabeu dann erneut zu Pfiffen gegen einzelne Spieler oder Funktionäre kommt? Kylian Mbappé kritisierte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub die eigenen Fans: "Was mir am Samstag aber nicht gefallen hat: Ich verstehe die Pfiffe, aber wenn sie pfeifen, sollen sie die ganze Mannschaft auspfeifen, nicht spezielle Spieler im Besonderen."

„Wir müssen ihn besser schützen, ich eingeschlossen, damit er nicht allein ist.“ (Kylian Mbappé über Vinicius Junior)

Vinicius Junior, der nach dem Spiel gegen Levante den Tränen nahe war und um den sich Mbappé gekümmert hatte, sei schließlich auch nur "ein Mensch. Es ist verständlich, dass einen das mitnimmt", sagte der Franzose über die Pfiffe: "Wir müssen ihn besser schützen, ich eingeschlossen, damit er nicht allein ist. Bei Real Madrid wird er nie allein sein. Der ganze Verein steht hinter ihm."

Die enttäuschenden Leistungen der vergangenen Wochen seien jedoch "nicht die Schuld einzelner Spieler, sondern der ganzen Mannschaft", betonte Mbappé. Generell habe er sogar Verständnis für die Unzufriedenheit der Fans: "Ich war selbst jung und habe alle Fußballspiele gesehen. Wenn ich nicht glücklich war, habe ich schlecht über die Spieler geredet. Oder ich habe gepfiffen, als ich ihm Stadion war. Daher kann ich es verstehen."

Real will ins Achtelfinale - ohne Umwege

In Reals eigentlichem Vorzeigewettbewerb Königsklasse soll gegen Monaco nun wieder ein überzeugender Sieg her. "Wir haben den Charakter und die Persönlichkeit, den Trend auf dem Platz umzukehren", erklärte der Top-Torjäger von Champions League und La Liga. Gerade weil die Monegassen "nicht in ihrer besten Phase" seien. In der Liga verlor Reals kommender Gegner die letzten vier Spiele und ist nur Neunter. Zuletzt gab es ein 1:3 zu Hause gegen Aufsteiger Lorient.

In der Champions League ist die AS mit neun Punkten und erst einer Niederlage aber auf bestem Wege, sich immerhin für die Play-offs zu qualifizieren. Einen Umweg, den Real, momentan mit zwölf Zählern auf Rang sieben, gerne vermeiden würde: "Wir müssen von Anfang an mit Aggressivität spielen und zeigen, dass es unser Tag ist. Wir wollen gewinnen, damit wir uns direkt für das Achtelfinale qualifizieren und nicht mit den Play-offs zwei Spiele mehr machen müssen", machte Mbappé vor dem ersten internationalen Spiel unter dem neuen Coach Alvaro Arbeloa klar.