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Nachträgliche Ehre: Peters und Yesil bekommen Torjägerkanone

kicker

Die letzte Partie des Jahres konnte Cas Peters wegen seiner Gelb-Sperre nur von draußen verfolgen. Und das 1:3 seines FSV Frankfurt im Spitzenspiel der Regionalliga Südwest gegen die SG Sonnenhof Großaspach machte die Zuschauerrolle für den passionierten Goalgetter noch schwerer. In angenehmer Erinnerung wird dem 32-jährigen Niederländer dieser Tag dennoch bleiben. Unmittelbar vor Anpfiff wurde Peters auf dem Rasen unter dem Applaus der Fans mit der "Torjägerkanone® für alle" ausgezeichnet. Thiemo Müller als Vertreter der kicker-Redaktionsleitung überreichte dem Gewinner die Trophäe der gemeinsamen bundesweiten Aktion von kicker und Volkswagen.

Mit seinen 21 Treffern für den FSV war Peters in der Saison 2024/25 Top-Torjäger Nummer 1 der bundesweit fünf Regionalligen. "Eine große Ehre und eine absolute Motivation", freute sich Peters, "ich bin sehr dankbar für die Aktion und diese Auszeichnung."

Mannschaftsdienlich und treffsicher

Ganz andere Zahlen weist einige Spielklassen darunter in Liga 9 ein weiterer bekannter Name auf. Tenor: Wer 95 Tore in einer Saison erzielt, hätte natürlich auch gerne die 100er Marke geknackt. "Schön wär's gewesen", sagt Samed Yesil, ohne dabei enttäuscht zu klingen. Mit Sicherheit war 2024/25 für ihn der eine oder andere Treffer mehr drin, als mannschaftsdienlicher Spieler hatte Yesil aber kein Problem damit, auch in aussichtsreichen Situationen mal zum Nebenmann zu passen. Neben seinen 95 Toren legte der 31-Jährige für Anadolu Türkspor Krefeld 37 weitere auf.

Deutschlands erfolgreichster Kreisliga-B-Torschütze 2024/25 spielt inzwischen in der Kreisliga A, allerdings nicht für den Verein, den er in diese Klasse geschossen hat, sondern für Türkgücü Ratingen. Früher war der Angreifer mal in ganz anderen Sphären unterwegs. Der deutsche U-Nationalspieler feierte sein Profi-Debüt 2012 im Spiel von Bayer Leverkusen gegen Hertha BSC (3:3, für Tranquillo Barnetta eingewechselt), im selben Jahr wagte er ein besonderes Abenteuer: Er unterschrieb beim FC Liverpool, Höhepunkt war ein Pflichtspieleinsatz im League Cup gegen West Bromwich Albion, ehe mehrere schwere Knieverletzungen hintereinander seinen vielversprechenden Karriereweg ausbremsten.

Mit Türkgücü Ratingen hat er nun die Bezirksliga im Visier, seine Anfangszeit war direkt aufsehenerregend: Seinem Debüttreffer für Türkgücü ließ er im selben Spiel gegen den TSV Urdenbach sofort vier weitere Tore folgen (Endstand 8:0). "Ich will aufsteigen", sagt der gebürtige Düsseldorfer und betont: "Wenn ich zehn Tore schieße und mit der Mannschaft auf Platz 1 bin, nehme ich das gerne an. Wenn ich 100 Tore schieße, aber wir sind am Ende Zweiter oder Dritter, dann bringt mir das nichts." Eine Aussage, die zu Samed Yesil passt.