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Nagelsmanns Erwartungen - an sein Team und an Rüdiger

kicker

Bundestrainer über Real-Verteidiger: "Das Limit ist erreicht"

Dass es in diesen Tagen nicht um die Europameisterschaft, sondern lediglich um die Nations League geht, soll die Motivation bei sämtlichen Protagonisten nicht lindern. "Wir wollen jetzt dahin kommen, Titel zu gewinnen", sagt Julian Nagelsmann und unterstreicht: "Auch, wenn es jetzt ein kleinerer Titel ist, ist er sehr wichtig für uns als Gruppe."

Dann verweist der Bundestrainer einmal mehr auf Europameister Spanien: "Sie haben vor der EM die Nations League gewonnen und das sehr ausgelassen bejubelt. Da hat man gesehen, dass sie begriffen haben, wie bedeutungsvoll es sein kann." Und er ist sich sicher: "Auch unsere Mannschaft hat das begriffen. Das hat man in den Runden zuvor gesehen." Das soll nun auch am Mittwoch in München gegen Portugal und möglichst im darauffolgenden Finale am Sonntag sichtbar werden

Bundestrainer will das neue Selbstverständnis pflegen

Nagelsmann hat in den zurückliegenden Monaten viel über das Selbstverständnis für Siege gesprochen und sagt vor dem Final Four: "Unser Selbstverständnis ist gewachsen, aber gleichzeitig ist es auch ein fragiles Element. Das muss immer wieder gepflegt werden, und das kann man nur mit Nachhaltigkeit im Gewinnen gegen Top-Teams. Wir müssen dranbleiben." Die anstehenden Aufgaben bieten die passenden Gelegenheiten dazu.

Antonio Rüdiger zählt nach seiner Knie-Operation noch nicht wieder zur DFB-Delegation in diesem Juni, die Schlagzeilen hat der Verteidiger von Real Madrid nach seiner Schiedsrichter-Attacke im spanischen Pokalfinale gegen den FC Barcelona (2:3) dennoch beherrscht, auch hierzulande.

Weil es nicht der erste Eklat war, den der 32-Jährige ausgelöst hat, unterstreicht nach DFB-Sportdirektor Rudi Völler nun auch Nagelsmann deutlich, dass Rüdiger sich keine Aussetzer dieser Art mehr erlauben darf. "Ich hatte viel Austausch mit Toni", sagt der Bundestrainer, "er weiß meine Meinung und er weiß, dass es falsch war." Dann wird er deutlich: "Er weiß auch, dass das Limit erreicht ist. Das hat Rudi ihm gesagt, das habe ich ihm gesagt."

Nagelsmann macht in seinen Ausführungen deutlich, dass es sich nicht um leere Drohungen handelt. "So etwas darf nicht mehr passieren, sonst hat es größere Konsequenzen." Im Klartext: Ein Wiederholungsfall käme Rüdigers Ende beim DFB gleich.

Gleichzeitig erhofft sein Coach sich jedoch auch, dass die Entschuldigung des Verteidigers auch angenommen wird. "Ich finde, wenn sich ein Mensch entschuldigt, sollte man dies auch akzeptieren und ihm die Chance geben, es besser zu machen. In dieser Phase, es besser zu machen, befindet sich Toni jetzt, und er weiß, was es dazu bedarf. Ich freue mich auf ein besseres Verhalten in der Zukunft."