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Negativrekord und Frust der Fans: Schweinfurt am Abgrund

kicker

Die 2:3-Niederlage im Kellerduell mit dem Liga-Vorletzten TSV Havelse sollte dem FC Schweinfurt 05 die kleinsten Resthoffnungen um den Klassenhalt zunichtegemacht haben. Die 1:0-Führung der Schnüdel durch Jakob Tranziska (16.) hielt gerade einmal 18 Sekunden, hinzu kam der bereits vierte verschossene Elfmeter (80.) - beides bezeichnend für die katastrophale Saison des FC 05.

Aufgrund einer Erkältungswelle konnten unter der Woche nur zwölf Profis am Training teilnehmen. Am Spieltag fehlten Schweinfurt-Trainer Victor Kleinhenz zudem seine Schlüsselspieler Johannes Geis und Thomas Meißner. "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und führen auch wieder 1:0. Doch dann ist es jede Woche dieselbe Leier", haderte Joshua Endres bei MagentaSport, der das zwischenzeitliche 2:2 erzielte (53.).

Negativrekord in der 3. Liga

"Der Gegner war so diese vier, fünf Prozent reifer und abgezockter in den entscheidenden Momenten", sagte Kleinhenz nach der Partie über Havelse, das seinerseits selbst gerade einmal den zweiten Saisonsieg feiern durfte. Ohnehin stand eigentlich schon vor der Begegnung fest, dass Schweinfurt als Tabellenschlusslicht überwintern würde. Um dies zu verhindern, hätte es einen nahezu utopisch hohen Sieg mit sieben Toren Unterschied gebraucht.

Das Fazit nach dem 18. Spieltag fällt fatal aus: 16 Niederlagen in 18 Partien, die harmloseste Offensive (16 Tore) und anfälligste Defensive (46 Gegentore) der 3. Liga. Noch nie stand ein Team zu diesem Zeitpunkt in der Historie der 3. Liga schlechter da. Besserung ist kaum in Sicht, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt 14 Punkte, gar Havelse als Vorletzter ist bereits sechs Zähler entfernt.

"Vor der Rückrunde ist noch keiner abgestiegen. Einfach daran glauben und alles raushauen", bleibt Endres optimistisch, doch realistisch sind die Chancen auf den Liga-Verbleib nicht mehr.

Fans werfen Pyrofackeln auf das Spielfeld

Nach Spielende hallte es aus der Schweinfurter-Kurve "Absteiger"-Rufe, nachdem Fans zuvor in der Nachspielzeit Pyrofackeln auf den Rasen geworfen hatten, was eine kurze Spielunterbrechung provozierte. "Sie leben und lieben diesen Verein. Und von daher ist es natürlich auch für mich sehr enttäuschend zu sehen, dass die Fans genauso leiden wie wir. Das macht einen sehr traurig", konnte Kleinhenz den Frust der Fans nachvollziehen.

Die Chance, sich in diesem Jahr noch einigermaßen versöhnlich von den Anhängern zu verabschieden, bietet sich am kommenden Samstag um 14 Uhr bei Erzgebirge Aue (LIVE! bei kicker). "Ich gehe davon aus, dass in der neuen Woche wieder eine Mannschaft auf dem Trainingsplatz steht, die gewillt ist, nach Aue zu fahren und das Spiel zu gewinnen", so Kleinhenz vor dem letzten Hinrundenspiel.