Zusammen mit Investor Cavenagh
Die Übernahme hatte sich schon länger angebahnt, nun ist sie vollzogen: Wie die Glasgow Rangers am Freitag mitteilten, übernimmt ein Investoren-Konsortium unter der Leitung von Andrew Cavenagh und der 49ers Enterprises Global Football Group 51 Prozent der Anteile am schottischen Rekordmeister. Im April stand dieser Deal mit dem Investmentarm der NFL-Franchise San Fransisco 49ers bereits kurz bevor, damals fehlte noch die Zustimmung des schottischen Fußballverbands Scottish FA. Diese hat nun ihr Placet gegeben.
Der bisherige Vereinsvorsitzende Fraser Thornton sieht in der Einigung einen "bedeutenden Schritt" für die Rangers. "Die neuen Anteilseigner bringen nicht nur finanzielle Mittel mit, sondern auch fundiertes Fachwissen in den Bereichen strategische Planung, Infrastrukturentwicklung und sportliche Spitzenleistungen", so Thornton.
Investment von 24 Millionen Euro geplant
Für die 49ers Enterprises Global Football Group ist es die nächste Übernahme eines Fußballvereins innerhalb von zwei Jahren. Bereits im Juli 2023 hatte die Investmentgesellschaft der NFL-Franchise im Rahmen eines rund 200 Millionen Euro schweren Deals die vollständige Kontrolle über Leeds United übernommen. Um die schottischen Regularien zu umgehen, die ein Multi-Club-Owner-Modell verbieten, spielt der ehemaligen Banker Cavanagh eine Schlüsselrolle bei dem Deal mit den Rangers aus Glasgow.
Allerdings hatten die US-Investoren bereits frühzeitig ausgeschlossen, dass die Rangers als Farmteam für Leeds fungieren sollten. Stattdessen plane man eine neue strategische Vision für die Zukunft des Klubs, in der sowohl der sportlichen Erfolg wie auch die finanzielle Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen soll. Hierfür will das Konsortium 20 Millionen Pfund (etwa 24 Millionen Euro) in die Rangers investieren. Dazu ist jedoch die Zustimmung der verbleibenden Aktionäre auf der Generalversammlung im Juni nötig.
„Wir freuen uns darauf, eine neue Ära für diesen kultigen Verein einzuleiten, und wir sind entschlossen, etwas aufzubauen.“ (Paraag Marathe)
Auch die bisherigen Führungsgremien werden dafür umgestaltet. Cavenagh wird in Zukunft als Klubchef und Vorstandsvorsitzender agieren. Paraag Marathe, Präsident der 49ers Enterprises und Vereinsvorsitzender bei Leeds United, rückt indes als stellvertretender Vorsitzender in den Vorstand der Rangers auf.
"Mit Geschichte lassen sich keine Spiele gewinnen"
Paraag Marathe blickt der neuen Aufgabe erwartungsvoll entgegen: "Wir von 49ers Enterprises haben eine Erfolgsbilanz im Sport und in der Wirtschaft vorzuweisen. Wir freuen uns darauf, eine neue Ära für diesen kultigen Verein einzuleiten, und wir sind entschlossen, etwas aufzubauen, auf das die Fans in den kommenden Jahren stolz sein können."
Sein Geschäftspartner Cavenagh ergänzte: "Die Geschichte und die Traditionen dieses Vereins sprechen für sich selbst, aber mit Geschichte lassen sich keine Spiele gewinnen. Wir wissen, dass der wahre Weg, das Erbe des Vereins zu ehren, darin besteht, die Leistung zu steigern. Unser Fokus ist einfach: Leistung steigern, Ergebnisse liefern und die Rangers dorthin zurückbringen, wo sie hingehören - an die Spitze."
Die neuen Mehrheitseingner seien "dankbar für das Vertrauen, das der Vorstand, die Aktionäre, die Mitarbeiter und die Fans der Rangers in uns setzen."