Das neue Heimtrikot hatte Manchester City schon im Mai präsentiert. 2025/26 läuft der entthronte englische Meister erstmals in seiner Vereinsgeschichte mit einer Schärpe auf, die bei der Klub-WM aber schon mal kein Glück brachte. Dafür gab es für ManCity am Dienstag neben dem Platz gute Nachrichten: einen neuen Ausrüster-Deal, der sogar die finanziellen Ausmaße der Klub-WM in den Schatten stellt.
Der Arbeitgeber von Trainer Pep Guardiola und Puma gaben die Verlängerung ihrer Partnerschaft bekannt, die 2019 begann und im bisherigen Vertrag eigentlich noch bis 2029 fixiert war. Über die Laufzeit des neuen Papiers machten beide Seiten keine Angaben, ebenso wenig über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Doch diese scheinen es in sich zu haben.
Bislang galt ManUnited als Rekordhalter
Wie der Guardian und andere englische Medien schreiben, bleibt Puma ManCity bis mindestens 2035 treu und greift dafür tief in die Tasche. Demnach dürfen die Citizens mit 100 Millionen Pfund und damit umgerechnet 115 Millionen Euro rechnen - pro Jahr. Der bisherige Deal soll mit 65 Millionen Pfund (ca. 75 Millionen Euro) deutlich niedriger dotiert gewesen sein. Zum Vergleich: Borussia Dortmund erhält für seinen neuen Puma-Vertrag bis mindestens 2034 insgesamt im Erfolgsfall 350 bis 400 Millionen Euro.
Als Manchester United im Sommer 2023 mit Adidas verlängerte, war von rund 900 Millionen Pfund über zehn Jahre die Rede und einem neuen Premier-League-Rekord. Der scheint nun in den blauen Teil der Stadt gewechselt zu sein.
"Puma hat sich nahtlos in unsere Organisation integriert, und wir haben gemeinsam viele historische Momente erlebt, in denen wir die Fans auf der ganzen Welt begeistern konnten", sagt ManCity-CEO Ferran Soriano am Dienstag. "Die heutige Erneuerung und Verlängerung festigt unsere Beziehung und führt sie in eine noch bessere Zukunft."
Sportlich gibt es in jedem Fall Luft nach oben. Nach einer - abgesehen vom Community Shield im vergangenen August - titellosen Saison folgte bei der Klub-WM das überraschende Achtelfinal-Aus gegen Al-Hilal. Zudem steht weiterhin das Urteil im Prozess gegen die Premier League aus, die dem Klub finanzielle Verstöße in 115 Fällen zwischen 2009 und 2023 vorwirft.