Ein Ex-Profi für einen Ex-Profi: Markus Ziereis sollte bei der DJK Vilzing eigentlich der Nachfolger von Jim-Patrick Müller werden. Müller, der zusammen mit Andreas Jünger das Gesicht der Vilzinger Offensive in den vergangenen Jahren war, hatte seine höherklassige Karriere beendet.
Entsprechend hoffnungsvoll wurde der neue Torjäger Ziereis - der nach Stationen bei 1860 München, dem VfB Oldenburg und der SpVgg Bayreuth reichlich Profi-Erfahrung (neun Zweitliga- und 95 Drittliga-Spiele) mitbringt - am Huthgarten empfangen. Doch noch bevor die Saison in der kommenden Woche mit dem Heimkracher gegen die SpVgg Unterhaching (14 Uhr) startet, ist sie für Ziereis bereits nahezu beendet.
Am vergangenen Wochenende musste der Stürmer im Testspiel gegen die SpVgg SV Weiden (3:2) mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Eine anschließende MRT-Untersuchung bestätigte die schlimmsten Befürchtungen: Ziereis hat sich eine schwere Knieverletzung zugezogen. Neben dem Innenband und dem Meniskus ist auch das Kreuzband gerissen. Der Routinier wird dem Vizemeister der Saison 2023/24 somit für viele Monate fehlen. Ob er in dieser Spielzeit überhaupt noch einmal zurückkehren wird, ist ungewiss.
Abseits des personellen Rückschlags scheint Vilzing den Umbruch im Sommer gut verkraftet zu haben und bereit für den Saisonstart zu sein. Alle sechs Testspiele konnten gewonnen werden. Neben dem 3:2 gegen Weiden konnten auch der ASV Burglengenfeld (3:2), der FC Wald/Süssenbach (15:0), der SV Schwan-Ettmansdorf (1:0), der TSV Seebach (4:0) und zuletzt der SV Fortuna Regensburg (7:2) besiegt werden.
Mit dem Drittliga-Absteiger aus Unterhaching wartet am Samstag, 26. Juli, aber freilich ein anderes Kaliber auf die Huthgarten-Kicker. Der Pflichtauftakt steht derweil schon an diesem Wochenende an. In der 1. Runde des TOTO-Pokals trifft die DJK auf den Bezirksligisten FC Thalmassing.