Der FC Basel ist gut in die laufende Saison gestartet. Mit einer Ausnahme, dem Gastspiel beim FC Lugano, passen die Leistungen der Rotblauen. Der amtierende Meister steht daher in der Super League an zweiter Stelle, hat auf europäischem Parkett gegen Stuttgart einen Exploit gelandet und ist im Schweizer Cup nach einem Zitterauftritt noch dabei. Viele Spieler wie Xherdan Shaqiri, Albian Ajeti oder auch Neuzugänge wie Flavius Daniliuc wissen zu überzeugen, für einmal stehen diese Akteure heute aber nicht im Rampenlicht.
Kevin Rüegg
Auf der Position des Rechtsverteidigers ist Keigo Tsunemoto normalerweise gesetzt. Aktuell laboriert der Japaner aber an einer Verletzung. Er fehlt dem FC Basel mehrere Wochen. Daher hätte Kevin Rüegg die Chance gehabt, sich für mehr Einsatzzeiten aufzudrängen. Das ist Rüegg aber gründlich misslungen.
In der Liga durfte der 27-Jährige nur gegen den FC Luzern aufs Feld. Dabei war er Hauptschuldiger beim zweiten Gegentreffer. Im dümmsten Moment rutschte Rüegg weg und machte die Bahn für Lucas Ferreira frei. Dieser erzielte den Siegestreffer zum 2:1 für den FC Luzern. Sieben Minuten später wurde Kevin Rüegg durch Nicolas Vouilloz ersetzt. Obschon der Westschweizer ein Tempodefizit aufweist, erledigt Vouilloz hinten rechts einen soliden Job. Ludovic Magnin setzt seither ausnahmslos auf den 24-Jährigen. Der FC Basel hat mit dem einstigen Servette-Junior keinen Gegentreffer mehr kassiert. Damit wird Rüegg auch in Zukunft nicht so schnell in die Mannschaft zurückkehren. Spätestens wenn Keigo Tsunemoto wieder fit ist, stehen Kevin Rüegg dann neu schon zwei Teamkollegen vor der Sonne.
Moritz Broschinski
Im Sturm gibt es ein Duell zwischen Albian Ajeti und Moritz Broschinski. Dort hat der Schweizer derzeit die Nase vorne. Obschon Ajeti erst bei drei Ligatreffern steht, alle drei waren äusserst sehenswert, ist er die klare Nummer eins. Wie bereits in der vergangenen Saison versteht es Ajeti, auch dann zu glänzen, wenn er nicht selbst trifft. Gegen den FC Winterthur holte der Stürmer beispielsweise einen Elfmeter heraus.
Broschinski muss derzeit mit Kurzeinsätzen vorliebnehmen. Seit seinem Debüt, im Cup gegen Biel, wo der Angreifer mit einem Doppelpack zu überzeugen wusste, wartet der Deutsche auf ein Erfolgserlebnis. Dabei mangelt es dem Moritz Broschinski immerhin nicht an Tormöglichkeiten. Alleine nach seiner Einwechslung gegen den FCW hatte der 25-Jährige drei Hochkaräter auf dem Fuss. Platzt bei Broschinski der Knoten, kann er Ajeti durchaus gefährlich werden.
Adrian Barisic
Die Leistungen von Adrian Barisic stimmen. Trotzdem ist der Bosnier seinen unumstrittenen Stammplatz los. Das hängt eng mit der Ankunft von Flavius Daniliuc zusammen. Der Österreicher überzeugt bislang mit tadellosen Leistungen und hat jüngst mit einem Kopfballtor gar ein offensives Highlight setzen können. Daher ist Daniliuc derzeit in der Innenverteidiger-Hierarchie bei Ludovic Magnin an erster Stelle.
Dahinter ist ein Zweikampf zwischen Jonas Adjetey und Adrian Barisic entbrannt. Während der schnelle Adjetey mit seiner Athletik punktet, überzeugt Barisic durch seine fehlerfreie Spielweise und Stabilität. Denn im Gegensatz zu seinem Konkurrenten leistet sich der Bosnier weniger Fehler. Für Magnin ist diese knifflige Aufgabe auch ein Segen. Der Trainer kann in den englischen Wochen bedenkenlos auch einmal rochieren, denn alle drei Innenverteidiger bringen eine hohe Qualität mit. Dazu soll auch Finn van Breemen bald wieder fit werden. Das verschärft die Konkurrenzsituation beim FCB zusätzlich.
Dion Kacuri
Die letzte Saison verbrachte Dion Kacuri auf Leihbasis bei Yverdon Sport. Der Mittelfeldspieler sollte nach einer Saison mit Spielpraxis beim FC Basel wieder angreifen. Das ist dem 21-Jährigen bislang noch gar nicht gelungen. Dion Kacuri hat noch keinen Einsatz für die erste Mannschaft absolviert. Die Konkurrenzsituation im Basler Mittelfeld ist schlichtweg zu gross. Daher wird Kacuri in der Promotion League eingesetzt. Bei seinen Einsätzen in der dritthöchsten Liga zeigt Dion Kacuri seine Qualitäten. Mit drei Toren und drei Assists in acht Partien unterstreicht, der junge Spieler, dass er eigentlich für Höheres berufen wäre. Ob es für den Sprung in die erste Mannschaft des FC Basel reicht, bleibt abzuwarten.
Ibrahim Salah
Der Marokkaner wechselte Ende August aus der Ligue 1 zum FC Basel. Bislang durfte Ibrahim Salah knapp 300 Minuten mit dem rotblauen Trikot aufs Feld. Noch wartet Salah auf eine erste Torbeteiligung - der Schuss gegen Thun, den Xherdan Shaqiri im Nachsetzen verwertete, wurde offiziell nicht als Assist gewertet.
Dadurch ist Salah noch nicht Magnins erste Wahl. Philip Otele ist in den wichtigen Partien gesetzt. Dahinter buhlen Jeremy Agbonifo, Marin Soticek, Junior Zé und Ibrahim Salah um Einsatzzeit. Dazu ist Benie Traoré nach seiner Verletzungspause wieder eine Option. Der Flügelspieler überzeugte bereits in der Vorsaison für den FC Basel und verschärft die Konkurrenz weiter. Was Ibrahim Salah zugutekommt, ist seine Polyvalenz. So erzählte Sportchef Daniel Stucki, dass Salah auch gerne auf der Zehn spiele. Sollte also Xherdan Shaqiri während der strengen Phasen der Saison eine Pause brauchen, dürfte der Marokkaner sein erster Ersatz sein. Vorerst braucht Ibrahim Salah aber Geduld und gute Leistungen.