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Nsona wechselt zu Casa Pia AC

kicker

Am Dienstagmorgen hatte Hertha BSC den Wechsel von Offensiv-Allrounder Palko Dardai zum ungarischen Top-Klub Puskas Akademia FC verkündet, am Dienstagabend folgte der Abgang von Angreifer Kelian Nsona. Der 23-jährige Franzose, der in Berlin noch ein Arbeitspapier bis 2026, aber keine Zukunft mehr besaß, wechselt zum portugiesischen Erstligisten Casa Pia AC.

"Kelian hat sich nach mehreren Rückschlägen zurückgekämpft und durch seine starken Leistungen in Emmen wieder auf sich aufmerksam gemacht. Wir freuen uns sehr für ihn und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute", erklärte Herthas Sportdirektor Benjamin Weber in einer Mitteilung des Klubs.

Trotz einer guten Leihsaison beim niederländischen Zweitligisten FC Emmen spielte Nsona in Herthas Planungen keine Rolle mehr - vor allem aus finanziellen Gründen. Nsona, zu Bundesliga-Zeiten verpflichtet, hatte einen der üppig dotierten Altverträge im Kader und war deshalb seit Monaten ein Abgangskandidat beim Zweitligisten, der seine Gehaltskosten reduzieren muss.

Erst in Emmen kam Nsona wieder in die Spur

Nsona war im Januar 2022 nach einem Kreuzbandriss für 500 000 Euro Ablöse vom französischen Zweitligisten SM Caen zu Hertha BSC gewechselt und in Berlin auch wegen einer Folge-OP am Knie nie wirklich in Tritt gekommen. In der Rückrunde der Saison 2023/24 hatten ihn die Berliner an den slowakischen Erstligisten MSK Zilina verliehen, 2024/25 an den niederländischen Zweitligisten Emmen. Dort fand der Linksaußen seinen Rhythmus wieder und spielte eine stabile Saison (13 Tore/5 Assists in 38 Liga-Spielen).

Die Folge: Klubs aus dem Benelux-Raum, seiner Heimat Frankreich, England und Portugal interessierten sich für den 1,89 Meter großen Flügelstürmer, der mit Frankreichs U-17-Auswahl 2019 EM-Halbfinalist war und bei dem Turnier in Irland damals an der Seite von Enzo Millot (VfB Stuttgart), Georginio Rutter (Brighton, ehemals Hoffenheim) und Tanguy Nianzou (FC Sevilla) spielte. Jetzt will Nsona den Schwung, den er seiner zuvor ins Stocken geratenen Karriere in Emmen gab, beim Vorjahres-Neunten der portugiesischen Liga fortsetzen. Der Klub aus Lissabon hatte 2022 nach mehr als 80 Jahren die Rückkehr ins Oberhaus geschafft.