Vertrag lief noch bis 2027
Bereits in den Tagen zuvor ging durch die italienische Presselandschaft, dass Raffaele Palladino auf eigenen Wunsch als Trainer der AC Florenz zurücktreten werde. Dies bestätigte der Verein am Freitag in einer kurzen Mitteilung, in der aber nicht vom Rücktritt, sondern von einer einvernehmlichen Trennung die Rede ist. Der 41-Jährige hatte sein Arbeitspapier erst Anfang Mai bis 2027 verlängert.
Wie die weiteren Planungen auf der Trainerbank der Fiorentina aussehen, ging aus der Mitteilung zunächst nicht hervor. Palladino hatte erst im vergangenen Sommer den Cheftrainerposten von Vincenzo Italiano übernommen, der nach drei Saisons in Florenz beim FC Bologna anheuerte.
Trennung trotz europäischem Geschäft
Aus sportlicher Sicht überrascht die Nachricht dabei: Zwar schied Florenz im Halbfinale der Conference League gegen Real Betis Sevilla mit dem Gesamtergebnis von 3:4 (1:2, 2:2) aus, konnte sich in der Liga im Vergleich zur Saison zuvor aber von Platz acht auf Platz sechs verbessern und erspielte sich damit die erneute Conference-League-Qualifikation. Entsprechend plante der Verein laut italienischen Medienberichten mit Palladino für die nächste Saison und hatte versucht, den 41-Jährigen von seiner Entscheidung noch abzubringen.
Insbesondere vom Anhang der Mannschaft um den deutschen Außenverteidiger Robin Gosens kam Kritik an dem Coach und Sportdirektor Daniele Pradé auf, nachdem die Teilnahme an der Champions League nicht gesichert werden konnte. Welche Gründe hingegen Palladino für den Abschied hatte, ist derzeit nicht bekannt.