Wenn Paris Saint-Germain am Sonntag im MetLife Stadium im Finale der Klub-WM auf den FC Chelsea trifft, kommt den Franzosen das Duell irgendwie bekannt vor. Denn Gegner aus der Premier League sind für PSG in dieser Saison fast schon Routine. Und: bisher lief es gut.
Auf dem Weg ins Finale der Champions League schaltete PSG gleich drei englische Klubs aus. Der wohl entscheidende Moment dieser Entwicklung ereignete sich in der Ligaphase der Königsklasse, am vorletzten Spieltag.
"Das war der Wendepunkt unserer Saison", erklärte Senny Mayulu nach dem späteren Halbfinalsieg gegen Real Madrid gegenüber FIFA.com. "Gegen City haben wir verstanden, was wir tun müssen – da ging es los."
Damals drehte Paris ein 0:2 gegen Manchester City noch zu einem spektakulären 4:2, der Startschuss für eine bemerkenswerte Serie.
Im Achtelfinale warf das Team von Luis Enrique dann mit Liverpool einen heißen Titelfavoriten raus, in einem nervenaufreibenden Duell, das erst im Elfmeterschießen an der Anfield Road entschieden wurde. Der Trainer lobte vor allem den Zusammenhalt seiner Mannschaft: "Wir haben bewiesen, dass wir ein echtes Team sind."
Diese Mentalität wurde zum Leitmotiv für den weiteren Saisonverlauf. Im Viertelfinale tat sich PSG beim knappen Erfolg gegen Aston Villa etwas schwerer, im Halbfinale gegen den FC Arsenal trat die Mannschaft dann wieder souverän auf, der Weg ins Endspiel der Champions League war verdient.
Und am Ende stand der vierte Titel einer außergewöhnlichen Spielzeit.
Am Sonntag soll nun der fünfte folgen. Der Gegner, der Chelsea, Conference-League-Sieger 2025, kennt solche Endspiele ebenfalls. Doch die Warnsignale sind deutlich: PSG hat sich zum englischen Albtraum gemausert.