Fehlercode: %{errorCode}

Pavlovic energisch: "Es nervt"

kicker

Aleksandar Pavlovic ist erst 21 Jahre, seine Krankenakte aber ist bereits prall gefüllt. Im September war der hochveranlagte Mittelfeldspieler des FC Bayern zwar bereits wieder einsatzbereit, Julian Nagelsmann hatte ihn nach auskuriertem Augenhöhlenbruch aber noch nicht wieder nominiert. Die Begründung hatte der Bundestrainer mit einem Hinweis auf die Verfügbarkeit versehen. Worte, die offenbar nachgehallt haben bei Pavlovic.

Nagelsmanns brisanter Vergleich mit Lamine Yamal

Spielzeit, hatte Nagelsmann angemahnt, sei im jungen Alter elementar. Und bei Pavlovic sei sie ihm "zu wenig. Er braucht körperliches Top-Niveau, hat viele Dinge mit sich rumgeschleppt." Dann machte er einen Vergleich mit Spaniens Jungstar Lamine Yamal: Der Spanier, sagte Nagelsmann, "hatte in der letzten Saison eine Spielzeit von 100 Prozent, unser Top-Talent kam auf eine Spielzeit von 33 Prozent".

Immerhin, in der laufenden Saison präsentiert sich der Bayern-Star - ganz im Gegensatz zu Yamal - gesund und möchte das Thema mit den Ausfällen am liebsten ganz und gar hinter sich lassen. Auf die Frage nach den immer wiederkehrenden Rückschlägen reagiert er in der Mixedzone im Home Ground am Dienstag entschlossen wie in einem Zweikampf: "Es waren nicht immer wieder Rückschläge. Es war die Augenverletzung, die Geschichte mit den Mandeln liegt ewig zurück. Es nervt mich, dass das immer wieder hervorgerufen wird. Ich habe damit abgeschlossen und das hinter mir gelassen. Ich blicke nur nach vorn und gebe alles dafür, verletzungsfrei zu bleiben."

Das Gerangel um die Position im Mittelfeld aber ist für Pavlovic kein Zwei-, sondern ein Dreikampf. Mindestens. Und zwar in einer vertrauten Konstellation. Wie beim FC Bayern heißen seine Konkurrenten in der Mittelfeldzentrale Joshua Kimmich und Leon Goretzka, dazu kommt noch der Stuttgarter Angelo Stiller. Auf vielen Positionen herrscht im DFB-Kader aktuell, auch aufgrund von Ausfällen, personeller Notstand, im Mittelfeldzentrum hingegen gibt es großes Gedränge. Für Pavlovic ist klar: "Ich will eigentlich immer spielen."

Im Idealfall will er nicht nur spielen, sondern auch etwas vom Münchner Selbstverständnis implementieren. Mit dem FC Bayern rollen Pavlovic, Kimmich und Co. seit Wochen eindrucksvoll durch und über die Liga hinweg, und der Youngster sagt: "Natürlich versuchen wir das mitzunehmen." Nötig, daran lässt er keine Zweifel, hätte die deutsche Elf eine Prise von der mentalen Stärke und der Gier des FC Bayern, erst recht nach dem unbefriedigenden September. "Jedes Länderspiel ist wichtig", sagt Pavlovic, "nach den letzten beiden Spielen sind sie noch einen Tick wichtiger."

Zwei Siege sind Pflicht am Freitag gegen Luxemburg und am Montag in Nordirland. Damit das WM-Ticket nicht in Gefahr gerät. Im vergangenen Sommer war Pavlovic bereits mit den Bayern bei der Klub-WM in den USA. Eine prägende Erinnerung daran sind die Temperaturen. "Es war sehr warm dort." Und keine Mütze nötig.