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Perfekt: HSV hat den Reis-Ersatz

kicker

"Wir sind bei ihm etwas weiter als auf der Zielgeraden, wir sind auf der Ziellinie", hatte Hamburgs Sportvorstand über das Bemühen um den argentinischen Mittelfeldspieler aus Salzburg noch auf dem Podium im Presseraum des Volksparkstadions gesagt, tatsächlich war diese da bereits überschritten und der Medizincheck im Athleticum des Universitätsklinikums Eppendorf absolviert. Für den HSV bedeutet das: Er hat einen Nachfolger für Ludovit Reis (Club Brügge) gefunden.

Costa schwärmt: "Aktiv, dynamisch und leidenschaftlich"

Der 26-jährige Mittelfeldspieler war 2021 für 4,5 Millionen Euro von den Boca Juniors, mit denen er 2020 das Double gewonnen hatte, nach Salzburg gewechselt. In der österreichischen Bundesliga hat Capaldo 83 Spiele bestritten, zwölf Tore erzielt und neun Treffer vorbereitet. In der Champions League kam der 1,77 Meter große Rechtsfuß in 22 Partien zum Einsatz. Kuntz' Freude über den Deal ist groß: "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Nicolas ein weiteres Puzzlestück in unserer Kaderplanung setzen konnten." Klar scheint: Er ist mehr als nur ein Puzzleteil, sondern könnte das neue Herzstück sein.

Capaldo ist im zentralen Mittelfeld vielseitig einsetzbar, kann auf der Sechserposition agieren, aber auch als Achter, also in der Reis-Rolle, spielen. Und verkörpert auch die Tugenden, für die der nach Belgien abgewanderte Niederländer und Vize-Kapitän stand. "Er bringt viel Energie, Mentalität und Temperament mit", charakterisiert Kuntz den jüngsten Neuling und ist sicher: "Davon wird unsere Mannschaft auf und neben dem Platz profitieren." Sportdirektor Claus Costa unterstreicht diese Einschätzung vollumfänglich: "Nico ist ein sehr aktiver und intensiver zentraler Mittelfeldspieler, der auf dem Platz sehr leidenschaftlich agiert. Wir sind überzeugt, dass er mit seiner Dynamik, der Balleroberungsqualität und seiner mutigen Spielweise unsere Mannschaft verstärken wird."

Keine lange Eingewöhnungszeit

Ein großer Vorteil ist: Capaldo ist kein Neuling in Europa, wird durch die vier Jahre in Österreich keine übermäßig lange Eingewöhnungszeit in Bezug auf die Lebensumstände benötigen. Und kann auch sportlich direkt angreifen: Wegen eines Zehenbruchs hatte er die letzten sieben Ligaspiele der vergangenen Saison in Salzburg verpasst, ins Training aber war er nicht eingestiegen, weil sein Wechsel bereits bevorstand.

Capaldo also ist bereits da und den Hanseaten rund 3,5 Millionen Euro wert. Eine Summe, die durch Bonuszahlungen noch ansteigen könnte. Der nächste Neuling soll möglichst Anfang der kommenden Woche mit ins erste Trainingslager nach Herzogenaurach reisen. Mit Yussuf Poulsen befindet sich Kuntz "auf der Zielgeraden". Und was Ankündigungen wie diese bedeuten, ist im Volkspark spätestens seit dem Donnerstag bekannt.