Entscheidung fällt im Spitzenspiel
Zu einem Endspiel um den Platz hinter Meister TSV Schott Mainz kommt es am letzten Spieltag - dann tritt der Tabellenzweite bei der Reserve des 1. FC Kaiserslautern an (Samstag, 15:30 Uhr). Beide trennt nur ein Zähler. Die Konstellation ist daher klar: Jedes Ergebnis außer einer Niederlage würde bedeuten, dass die Elf um FKP-Kapitän Yannick Grieß an den Aufstiegspartien zur Regionalliga teilnimmt.
"Es ist eine unglaubliche Saison. Sie spricht für uns und den Charakter der Mannschaft. Das einzige Problem ist, dass mit Schott Mainz ein noch etwas stabileres Team dabei war", erklärt der 28-Jährige. Während die Ligaduelle mit dem souveränen Tabellenführer jeweils Unentschieden endeten (2:2/1:1), durfte "die Klub" am vergangenen Wochenende den Gewinn des Verbandspokals feiern: Vor 1.628 Zuschauern auf neutralem Platz in Weingarten behielt Pirmasens dank der Tore von Luka Dimitrijevic und Marc Ehrhart die Oberhand (2:1) über den TSV.
"Schott Mainz ist fußballerisch die beste Mannschaft der Liga. Wir wussten, dass wir in den entsprechenden Umschaltmomenten zünden müssen", sagt Daniel Paulus. Der FKP-Coach ordnet den Triumph ein: "Für uns hat das eine riesige Bedeutung." Es stärke die Reputation des Vereins, sich bald auf der großen Bühne präsentieren zu dürfen. Denn genau wie Ligarivale FV Engers, der Rot-Weiss Koblenz im Finale des Rheinlandpokals bezwang (2:0), tritt sein Team in der 1. Runde des DFB-Pokals an - und hofft natürlich auf einen großen Namen als Gegner. "Ich persönlich wünsche mir den 1. FC Kaiserslautern oder den 1. FC Nürnberg, aber da gehen die Wünsche bei uns auseinander. Was wahrscheinlich alle unterschreiben würden, wäre ein Traditionsverein, der viele Fans mitbringt", sagt Paulus.
Personalplanung läuft
Neben den sportlichen Höhepunkten im Endspurt läuft die Personalplanung. Nicht mehr zum Kader werden Aaron Basenach (Studium/USA) sowie Kenan Dogan und Kristof Scherpf (beide Ziel unbekannt) zählen; der Kern der erfolgreichen Mannschaft bleibt aber zusammen, darunter auch die beiden erfolgreichsten Schützen Dennis Krob (21 Tore) und Luka Dimitrijevic (18). Mit Offensivallrounder Nico Wiltz (FV Diefflen) und Torben Kirch (SV Morlautern) sind zudem zwei Neuzugänge publik geworden.
Mit der beeindruckenden Bilanz von 16 ungeschlagenen Ligapartien in Folge reist Pirmasens nun zur jungen FCK-Elf, die das Hinspiel für sich entscheiden konnte (3:0) - die einzige Saisonniederlage der Paulus-Elf. "Kaiserslautern ist das Team mit dem größten Talent in der Liga. Unser Pluspunkt kann die Erfahrung sein. Und wir wissen, dass wir solche Spiele positiv gestalten können", so der 45-Jährige mit Blick auf das gestiegene Selbstvertrauen nach dem Pokalsieg. Von der Strategie, auf Unentschieden zu spielen, hält er indes wenig: "Wir fahren nicht dorthin, um einen Punkt zu holen. Das wäre gefährlich. Wir wollen unsere Erfolgsserie ausbauen."
Der Rahmen für das Duell um die Vizemeisterschaft könnte kaum besser sein - es findet im Fritz-Walter-Stadion statt, wo ansonsten die FCK-Profis vor Zehntausenden von Fans auflaufen. "Unsere Zielsetzung ist es, drei Punkte zu holen und den Einzug in die Relegation zu schaffen. Auch wenn wir jetzt den Pokal gewonnen haben, wollen wir uns nicht ausruhen", betont Grieß, der auf eine stattliche Besucherzahl hofft: "Es wäre schön, wenn die Kulisse aus dem Hinspiel übertroffen würde." Im November 2024 verfolgten 3.558 Zuschauer die Partie auf der Husterhöhe.