Was war geschehen? Brandenburger Einsatzkräfte waren am frühen Freitagabend nach einer vorangegangenen Sachbeschädigung auf der Raststätte Parforceheide zunächst Bussen gefolgt; bei der anschließenden Kontrolle auf dem Gelände der ehemaligen Raststätte Dreilinden an der Autobahn 115 in Berlin-Zehlendorf seien die Beamten von Personen aus den Bussen "unvermittelt" angegriffen worden, "wobei ein Kollege aus Brandenburg so schwer verletzt wurde, sodass dieser in ein Krankenhaus gebracht werden musste", wie die Pressestelle der Polizei Berlin vermeldete.
Die Folge: Beamte der Polizei Berlin und Thüringen wurden hinzugezogen, es entwickelte sich ein größerer Polizeieinsatz, bei dem rund 50 Personen überprüft wurden. Die Erkenntnis: Das Gros der Überprüften sei "der Fanszene eines Thüringer Fußballvereins zuzuordnen", wie die Berliner Polizei informierte. Laut Nachfrage des rbb bestätigte die Pressestelle, dass es sich um Fans des FC Rot-Weiß Erfurt handelte, die am Abend das Spiel gegen die U 23 von Hertha BSC (Endstand 0:0) besuchen wollten.
Doch dazu kam es nicht, die Busse wurden im Anschluss an die Maßnahmen wieder zurück nach Thüringen geschickt. Ermittelt wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, des tätlichen Angriffs sowie des Verdachts eines besonders schweren Landfriedensbruchs, wie es in der Polizeimeldung heißt. Laut rbb-Informationen konnte der verletzte Polizist das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.