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Profifußball zum Anfassen und Bühne für Talente: Die 3. Liga entwickelt sich weiter positiv

kicker

Nach Rekorden in der Vorsaison ist die Vorfreude groß - zumal das Eröffnungsspiel Rot-Weiss Essen gegen 1860 München heißt und somit zwei ehemalige Deutsche Meister zum Auftakt der 3. Liga locken. "Die Entwicklung ist in allen Bereichen sehr positiv", unterstreicht Manuel Hartmann diese positive Stimmung rund um die dritthöchste deutsche Spielklasse.

Der Geschäftsführer Spielbetrieb des DFB nennt viele Kennzahlen, die den Aufschwung der 3. Liga belegen. "Die Zuschauerzahlen haben sich im Vergleich zu den ersten Jahren verdoppelt, das öffentliche Interesse an der 3. Liga hat im Laufe der Jahre massiv zugenommen. Die Erträge haben sich sogar verdreifacht." Hinzu käme eine verbesserte Infrastruktur inklusive zahlreicher anerkannter Nachwuchsleistungszentren.

Eine starke Marke sei die Liga inzwischen, nahbarer als die beiden Bundesligen. "Hier gibt es Profifußball zum Anfassen, einen extrem ausgeglichenen Wettbewerb und eine tolle Bühne für Talente", sagt Hartmann. Talente, die ihren Weg nach oben gehen, wie die jüngsten Beispiele Nick Woltemade und Said El-Mala unterstreichen.

Das "plakative Klischee der Pleiteliga" träfe längst nicht mehr zu, so Hartmann, der mit dem DFB trotz positiver Entwicklung jedoch "immer realistisch und hellwach bleiben" will. Klubs, die mehr als 80 Prozent ihrer Gesamterträge für das Personal im Spielbetrieb verwenden, müssen beispielsweise "eine zusätzliche Liquiditätsreserve in Höhe von einer Million Euro hinterlegen. Damit wird ein Risikopuffer geschaffen".

Dafür, dass die 3. Liga in Zukunft nicht mehr unter dem Dach des DFB laufen soll, gibt es derzeit laut Hartmann weder Bestrebungen von Seiten des DFB noch seien Wünsche "in diese Richtung von den Klubs an uns herangetragen worden".

Wenig kritische Töne zu den 2. Mannschaften

Auch zum Spannungsfeld "2. Mannschaften in der 3. Liga" äußerte sich der Verbandsfunktionär. In Hartmanns Augen stünde der Kritik von Fans an den auf dem Papier wenig attraktiven Zweitvertretungen der Aspekt der Talentförderung entgegen. Zudem gäbe es "unter den Klubs sehr wenige kritische Töne" hierzu - schließlich seien die Zweiten keine Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg oder die DFB-Pokal-Startplätze.

"Außerdem bedeutet jede zweite Mannschaft mehr TV-Geld für die anderen Vereine, weil nur die Klubs mit ersten Mannschaften in der 3. Liga daran partizipieren", erinnert Hartmann. Es sei im Übrigen kein Trend hin zu zweiten Mannschaften in der 3. Liga zu erkennen. Vergangene Saison waren erstmals seit 2015/2016 wieder drei zweite Mannschaften vertreten, in der neuen Saison sind es mit dem VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim zwei.