Sie wollen eine Reform der Aufstiegsfrage in die 3. Liga, die sich unter der Faustformel "Meister müssen aufsteigen" zusammenfassen lässt. Weitere Unterstützung erhalten die Verantwortlichen der aus der Regionalliga Nordost hervorgegangenen Initiative nun von zwei weiteren Zweitligisten - darunter auch dem FC Schalke 04.
"Wir glauben fest daran, dass sportlicher Erfolg auch mit dem verdienten Aufstieg belohnt werden muss. Ein Meistertitel in der Regionalliga sollte automatisch den Aufstieg in die 3. Liga bedeuten. Alles andere untergräbt die Integrität des Wettbewerbs und erschwert die langfristige Entwicklung sportlicher Perspektiven", ordnet Frank Baumann, Sportvorstand von Königsblau, ein.
Und auch der 1. FC Magdeburg reihte sich am Donnerstag ein in die immer größer werdende Zahl der Unterstützer: "Unser Anspruch ist eine Reform, die echte Chancengleichheit für alle Regionalligen schafft und garantiert, dass künftig alle Meister direkt aufsteigen - unabhängig davon, wie die Ligenstruktur letztlich aussieht. Wir wollen Verantwortung übernehmen, eine Strukturreform vorantreiben und aktiv an einer sinnvollen Lösung mitarbeiten. Die Initiative kann dabei ab sofort auf die Unterstützung des 1. FC Magdeburg zählen", so Otmar Schork, Geschäftsführer Sport.
Zudem erweitern auch Drittliga-Aufsteiger 1. FC Schweinfurt und der bayerische Regionalligist TSV Schwaben Augsburg die Riege der Supporter.
Etappenziel DFB-Bundestag
Umgesetzt werden soll das Ziel, die bestehende Aufstiegsregelung in die 3. Liga grundlegend zu reformieren, in einer gemeinschaftlichen Aktion von Vereinen sowie regionalen und bundesweiten Verbänden. Erstes Etappenziel ist es, beim DFB-Bundestag 2025 offiziell eine Arbeitsgruppe einzusetzen. Die Initiative strebt an, die Reform 2026 auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag zu verabschieden, damit sie zur Saison 2027/28 wirksam wird.
Derzeit dürfen nur drei der fünf Regionalliga-Meister direkt aufsteigen. Zwei der drei Tabellenersten aus dem Norden, Nordosten und Bayern müssen nach dem Ende der regulären Saison in Relegationsspielen gegeneinander antreten - ein System, das immer einen Meister ohne Aufstieg zurücklässt und von der Initiative als "sportlich unfair" kritisiert wird.