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Prtajin wie einst Igli Tare: "Ich bin ehrlich gesagt keiner, der jetzt feiern geht"

kicker

Zwei Tore in Fürth, drei Tore gegen Münster und eine Vorlage: Ivan Prtajin hat in den vergangenen beiden eindrucksvoll bewiesen, weshalb ihn der 1. FC Kaiserslautern als Nachfolger des nach Köln gewechselten Ragnar Ache verpflichtet hat. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, Wadenprobleme bremsten den Kroaten aus, dem zudem in seinen ersten Einsätzen die mangelnde Spielpraxis bei Union Berlin anzumerken war, schlug der Stürmer zuletzt voll ein.

"Das war eines der besten Spiele, die ich in Deutschland gemacht habe", sagte Prtaijn nach seinen vier Torbeteiligungen gegen Münster - was zuletzt einem FCK-Akteur im April 2000 gelungen war, damals schoss Igli Tare drei Tore und gab eine Vorlage beim 6:2 gegen Ulm.

Damals kletterten die Roten Teufel in die UEFA-Cup-Plätze, 25 Jahre später hob sie die Prtaijn-Show zumindest für eine Nacht auf Rang eins in der 2. Liga. "Ich bin glücklich, denn dieser Sieg hat die Mannschaft nach oben befördert und ich konnte dem Team dabei helfen", sagte der Mann des Abends, schob aber nach: "Aber ich bin ehrlich gesagt keiner, der jetzt feiern geht oder so." Überhaupt lautet sein Credo: Schnell erholen und dann weiter "hart arbeiten", denn das Münster-Spiel war nur "eins von vielen. Das ist ein Marathon."

Ähnlich ordnete das Torsten Lieberknecht ein: "Wir freuen uns, mehr auch nicht", sagte Kaiserslauterns Chefcoach. Rang eins in der Tabelle, habe "gar keine, null Aussagekraft".

Lieberknecht: 4:1 war ein "total wichtiger Moment"

Der 52-Jährige griff nach einer "Energieleistung mit viel Power" bei aller Zufriedenheit über die ersten Hälfte zehn Minuten im zweiten Durchgang heraus, in denen der FCK nochmal ins Schlittern zu kommen drohte. Münster kam zum 1:3, hätte fast sogar den Anschlusstreffer geschafft, ehe sich das Spiel auch durch Lieberknechts Impulse mit der Hereinnahme von Marlon Ritter und Richmond Tachie wieder beruhigte und nach Prtjains dritten Treffer endgültig entschieden war. "Das 4:1", sagte der Coach, "war ein total wichtiger Moment, um dann Ruhe reinzubekommen."

Diesen hatte, wie schon das 3:0, Paul Joly vorbereitet. Fast schon unbemerkt in Prtaijns Schatten stellte der Neuzugang am Freitagabend seine Qualitäten abermals unter Beweis: Wie schon in Fürth gab der Franzose zwei Vorlagen, fiel diesmal außerdem durch viel Offensivdrang aber auch kernige Zweikampfführung (73 Prozent gewonnen) auf. "Ich hoffe, dass ich Spiel für Spiel besser werde", sagte der von Auxerre gekommene Franzose. Und mit ihm seine Mannschaft.