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PSG gegen Real Madrid: 3 denkwürdige Spiele

FIFA
  • Real Madrid und Paris Saint-Germain treffen am 9. Juli im Halbfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft aufeinander
  • Beide Klubs lieferten sich schon oft packende Duelle in UEFA-Wettbewerben
  • Die FIFA erinnert an drei eindrucksvolle Spiele der europäischen Schwergewichte

Paris Saint-Germain und Real Madrid C.F. liefern sich am 9. Juli um 21 Uhr MESZ in New York New Jersey einen Schlagabtausch im Kampf um das Finalticket für die FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™.

Noch nie sind sich die beiden Teams in einer so fortgeschrittenen Phase eines Wettbewerbs begegnet. Auf internationaler Bühne hatten sie jedoch schon mehrfach das Vergnügen miteinander. In zwölf Pflichtspielen haben die Königlichen mit fünf Siegen gegenüber vier Erfolgen von PSG die Nase vorn (3 Unentschieden).

Vor dem 13. Aufeinandertreffen im MetLife-Stadion blickt die FIFA auf drei unvergessliche Duelle dieser europäischen Schwergewichte zurück.


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Paris Saint-Germain - Real Madrid 4:1 (Ges.: 5:4)

UEFA-Pokal | Viertelfinale, Rückspiel | 18. März 1993

Ausgangslage

1993 war PSG noch weit von dem europäischen Schwergewicht entfernt, das der Klub heute ist und Real Madrid hatte seit 1966 keinen europäischen Titel mehr gewonnen.

Im Hinspiel des UEFA-Pokal-Viertelfinals im Estadio Santiago Bernabéu verschaffte sich Real Madrid mit einem 3:1-Vorsprung eine gute Ausgangsposition. Emilio Butragueño, Iván Zamorano und Míchel trafen für die Königlichen. Luis Enrique, damals im Trikot der Merengues, erwischte keinen guten Tag.

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Aufstellungen

Paris Saint-Germain : Bernard Lama - Jean-Luc Sassus (77. Bruno Germain), Patrick Colleter, Ricardo Gomes, Antoine Kombouare - Paul Le Guen (K), Amara Simba (73. Daniel Bravo), Vincent Guerin - George Weah, Valdo, David Ginola - Trainer: Artur Jorge

Real Madrid : Paco Buyo - Ricardo Rocha, Mikel Lasa, Ivan Perez Munoz, Luis Migue Ramis Monfort, Fernando Hierro, Emilio Butragueno (65. Francisco Villaroya), Michel, Ivan Zamorano, Robert Prosinecki, Luis Enrique (Alfonso Perez) - Trainer: Benito Floro


Das Spiel

Im Prinzenpark-Stadion brachte George Weah die Hausherren nach gut 30 Minuten zurück ins Spiel – doch trotz druckvoller Offensivaktionen biss sich PSG lange die Zähne an Reals Abwehrreihe aus. Dann kamen die letzten zehn Minuten – und drehten alles auf links.

David Ginola, schon im Hinspiel erfolgreich, erzielte mit einem Traumtor das 2:0, ehe Valdo kurz darauf das 3:0 nachlegte. Plötzlich war PSG unter Trainer Artur Jorge ganz nah dran am Halbfinale. Doch in der 90. Minute schockte Iván Zamorano die Gastgeber – 4:4 nach Hin- und Rückspiel, Real im Vorteil dank der Auswärtstorregel.

Aber Paris gab sich nicht geschlagen. Dann kam der Moment: Nach einem Freistoß stieg Antoine Kombouaré – wegen seines markanten Kopfschutzes auch "Goldhelm" genannt – höher als alle anderen und wuchtete den Ball per Kopf unhaltbar ins Netz. Der Schlusspunkt eines unvergesslichen Abends – und das Halbfinalticket für PSG.

"Ganz Frankreich hat sich an diesem Abend in unser Team verliebt. Wir haben so viele Menschen glücklich gemacht", erinnerte sich später PSG-Präsident Michel Denisot.

Wie ging es weiter?

Zwar unterlag PSG im Halbfinale dem späteren Titelträger Juventus FC, doch dieser Lauf im UEFA-Pokal markierte den Beginn einer goldenen Ära für die Pariser. In drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten erreichten sie das Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs. Im UEFA-Pokal 1992/93, im Europapokal der Pokalsieger 1993/94 und in der UEFA Champions League 1994/95. 1996 krönten sie diese starke Serie mit dem Gewinn des Pokalsieger-Wettbewerbs und standen ein Jahr später erneut im Finale.


Real Madrid - Paris Saint-Germain 3:1 (Ges.: 5:2)

UEFA Champions League | Achtelfinale, Hinspiel | 14. Februar 2018

Ausgangslage

Bis 2018 hatte die Übernahme und das Investment von QSi PSG auf ein neues Level gehoben. Der Klub hatte vier Ligue-1-Titel gewonnen und mit Kylian Mbappé eines der größten Talente Europas verpflichtet. Dieser war zu diesem Zeitpunkt frischgebackener Meister mit der AS Monaco in der Saison 2016/17 geworden.

Real Madrid unter Zinédine Zidane war derweil auf der Jagd nach dem vierten Champions-League-Titel innerhalb von fünf Jahren. Cristiano Ronaldo war in absoluter Topform.

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Aufstellungen

Real Madrid : Keylor Navas - Nacho, Rafael Varane, Sergio Ramos (K), Marcelo - Luka Modric, Casemiro (79. Lucas Vazquez’), Toni Kroos - Karim Benzema (68. Gareth Bale), Isco (79. Marco Asensio), Cristiano Ronaldo - Trainer: Zinedine Zidane.

Paris Saint-Germain : Alphone Areola - Yuri Berchiche, Presnel Kimpembe, Marquinhos (K), Dani Alves - Adrien Rabiot, Giovani Lo Celso (84. Julian Draxler), Marco Verratti - Neymar, Edinson Cavani (66. Thomas Meunier), Kylian Mbappe - Trainer: Unai Emery.


Das Spiel

"Das ist ein Duell, das eine ganze Saison prägen kann", sagte Ronaldo vor dem Spiel. "Wir treffen auf eine großartige Mannschaft voller Topspieler, die wir sehr respektieren."

Les Rouge et Bleu setzten den ersten Stich, als Adrien Rabiot nach gut einer halben Stunde zur Führung traf. Doch Ronaldo - kurz zuvor noch an Alphonse Areola gescheitert - glich kurz vor der Pause per Elfmeter aus und erzielte so sein 100. Champions-League-Tor für Real Madrid.

PSG hielt in der zweiten Hälfte lange gut mit, doch der späte Endspurt der Spanier war spielentscheidend. Ronaldo stocherte in der 83. Minute seinen zweiten Treffer über die Linie und Marcelo, welcher überragend an diesem Abend war, sorgte wenig später für den 3:1-Endstand.

Ein Ergebnis, das den Spaniern eine komfortable Ausgangsposition für das Rückspiel brachte.

Wie ging es weiter?

Im Rückspiel mussten die Pariser auf Neymar verzichten, der mit einer Knöchelverletzung ausfiel. Zwar brachte Edinson Cavani PSG auf die Anzeigetafel, doch es reichte erneut nicht fürs Weiterkommen. Treffer von Ronaldo und Casemiro besiegelten das Aus im Achtelfinale.

Zidane und seine Mannschaft setzten ihren Lauf fort und holten schließlich den dritten Champions-League-Titel in Folge. PSG hingegen feierte national große Erfolge: Drei Wochen später sicherten sie sich den Coupe de la Ligue, wenig später stand der siebte Ligue-1-Titel mit noch fünf Spielen Restprogramm fest, und im Mai folgte auch der Coupe de France. Der große Triumph in Europa blieb jedoch weiterhin aus.


Real Madrid - Paris Saint-Germain 3:1 (Ges.: 3:2)

UEFA Champions League | Achtelfinale, Rückspiel | 9. März 2022

Ausgangslage

PSG hatte eine vielversprechende Phase im Europapokal hinter sich. In der Saison 2019/20 erreichten sie das Finale der Champions League, unterlagen dort aber dem FC Bayern München mit 0:1 – nachdem sie Real Madrid in der Gruppenphase noch klar mit 3:0 bezwungen hatten. In der darauffolgenden Spielzeit scheiterten beide Klubs im Halbfinale.

Ein Jahr später traf man im Achtelfinale erneut aufeinander. Die Mannschaft von Mauricio Pochettino sicherte sich im Hinspiel einen 1:0-Sieg – entschieden durch einen Last-Minute-Treffer von Mbappé. Damit reiste PSG mit einem leichten Vorteil zum Rückspiel nach Madrid.

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Aufstellungen

Real Madrid : Thibaut Courtois - Dani Carvajal (66. Lucas Vazquez), Eder Militao, David Alaba, Nacho - Luka Modric, Toni Kroos (57. Eduardo Camavinga), Federico Valverde - Marco Asensio (57. Rodrygo), Karim Benzema (K), Vinicius Junior - Trainer: Carlo Ancelotti.

Paris Saint-Germain : Gianluigi Donnarumma - Nuno Mendes, Presnel Kimpembe, Marquinhos (c), Achraf Hakimi (88. Julian Draxler), Leandro Paredes (71. Idrissa Gueye), Marco Verratti, Danilo (81. Ángel Di Maria) - Kylian Mbappe, Lionel Messi, Neymar - Trainer: Mauricio Pochettino.


Das Spiel

Les Rouge et Bleu schienen alles im Griff zu haben, als Mbappé über die linke Seite durchstartete und den Ball noch vor der Halbzeitpause unhaltbar an Keeper Thibaut Courtois vorbei ins Netz jagte und damit die Franzosen in Führung brachte.

Doch Carlo Ancelottis Team, angeführt von einem überragenden Karim Benzema, schlug in der zweiten Hälfte furios zurück. Der ehemalige Lyon-Stürmer schnürte einen spektakulären Dreierpack – seinen dritten in der Champions League. Die Treffer: ein Abstauber nach einem Donnarumma-Fehler und einer Ablage von Vinícius Júnior, ein abgefälschter Schuss nach brillanter Vorarbeit von Luka Modrić und schließlich ein Außenrist-Abschluss nach einem weiteren Sololauf von Vinícius Júnior.

"Neben Lewandowski ist Karim momentan der beste Neuner der Welt", sagte Courtois nach dem Spiel. "Er ist ein großartiger Spieler, ein wahrer Kapitän. Er hat uns nicht nur mit seinen Toren, sondern mit seiner Klasse zum Sieg geführt."

Wie ging es weiter?

Real Madrid sicherte sich anschließend den ersten Champions-League-Titel seit 2018 und krönte die Saison zudem mit einem weiteren La-Liga-Triumph. PSG holte sich den Ligue-1-Titel zurück – doch das schmerzhafte Warten auf den großen Triumph in Europa ging weiter. Was sich jedoch bald ändern sollte…


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