Sieben Vorfälle in der beendeten Saison
Das Sportgericht Bayern mischt die vordere Tabellenhälfte der Regionalliga Bayern kurz nach Rundenschluss mit zwei Urteilen noch einmal durcheinander. Die Würzburger Kickers bekommen vier Zähler abgezogen, die U 23 des FC Bayern München einen. Verantwortlich dafür sind die Fanlager beider Vereine.
Beim 2:1-Erfolg der Bayern-Amateure am 30. Spieltag bei Meister und Drittliga-Aufsteiger 1. FC Schweinfurt wurden laut den Sportrichtern mehrere Leuchtraketen sowie ein Rauchtopf im Gästeblock gezündet. In Schweinfurt waren die Münchner Anhänger nicht zum ersten Mal in der mittlerweile abgelaufenen Saison negativ aufgefallen. Siebenmal sei es nach Sportgerichtsangaben zu ähnlichen Vergehen der Münchner gekommen. Dementsprechend, schreibt der Bayerische Fußballverband (BFV) auf seiner Homepage, "war ein Punktabzug vorzunehmen und die Geldstrafe entsprechend zu erhöhen".
Ein Zähler wird der U 23 der Bayern im Nachgang nun gestrichen. Großen Einfluss auf den Ausgang der Saison hat das Urteil nicht. Die Münchner bleiben durch das Würzburger Parallelurteil Tabellenvierter. Neuer Rangdritter ist die SpVgg Greuther Fürth II, die vom Punktabzug der Konkurrenz tabellarisch profitiert. Zusätzlich zum Punktabzug muss der Rekordmeister eine Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro berappen. Auf Rechtsmittel habe der FC Bayern laut BFV verzichtet, könne die verhängte Geldstrafe jedoch zivilrechtlich zurückverlangen, sofern der/die Täter ermittelt werden.