Wie der SSV Ulm am Samstagvormittag mitteilte, steht Paul-Philipp Besong ab sofort in der Münsterstadt unter Vertrag. Der Stürmer war zuletzt auf Vereinssuche, nachdem sein Kontrakt bei Borussia Dortmund II ausgelaufen ist. In Ulm erhofft man sich viel vom 24-Jährigen. "Paul ist ein Puzzleteil, das uns in der Offensive noch gefehlt hat. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn von unserem Weg überzeugen konnten und sind uns sicher, dass er mit seiner Qualität, die zweifelsfrei im Tempo und im Abschluss liegt, unsere Mannschaft bereichern wird", wird Geschäftsführer Markus Thiele in einer Mitteilung zitiert.
Besong erhält einen Vertrag bis 2027 und soll künftig mit der Rückennummer 17 auflaufen. Die 3. Liga kennt der gebürtige Westfale bestens. Für Erzgebirge Aue und den BVB II hat er insgesamt 57 Einsätze absolviert (zwölf Tore).
Ausgebildet beim BVB, kein Zweitliga-Durchbruch in Nürnberg
Ausgebildet wurde der 1,84 Meter große Angreifer, der auch auf den Flügeln spielen kann, bei Borussia Dortmund. Nachdem er mehrere Jugendmannschaften durchlaufen hatte, auch in der Youth League zum Zuge kam und 2019 die A-Junioren-Meisterschaft gewann, verpflichtete ihn der 1. FC Nürnberg. Dort schaffte Besong, auch aufgrund eines Kreuzbandrisses, aber nicht den Durchbruch auf Zweitliga-Ebene, stand nur viermal ohne Einsatz im Profi-Kader. Stattdessen lief er in der zweiten Mannschaft auf und sorgte da vor allem in der Spielzeit 2021/22 mit acht Treffern in 13 Regionalliga-Partien für Aufsehen. Die Folge war sein Wechsel in die 3. Liga nach Aue.
Beim BVB II absolvierte Besong nach einem Hinrunden-Einsatz nur noch Spiele in der vergangenen Rückrunde, weil er verletzungsbedingt monatelang pausieren musste. Trotzdem gelangen ihm drei Tore, am Ende konnte aber auch er den Abstieg in die Regionalliga nicht verhindern und war seitdem vereinslos. Für seine Zeit in Ulm hat er sich nun viel vorgenommen: "Ich glaube fest daran, dass wir einiges bewegen können."