Eine mittlere fünfstellige Summe hatten die Aachener Verantwortlichen erwartet - geworden ist es sogar noch etwas mehr: Für das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände im Rahmen des 2:1-Heimsiegs gegen Hansa Rostock am 29. Spieltag der abgelaufenen Drittligasaison muss die Alemannia eine Geldstrafe von 79.050 Euro zu berappen.
Ausschlaggebend für dieses Urteil seien laut Begründung des DFB-Sportgerichts vor allem die zahlreichen Bengalischen Fackeln, die während der Partie zum Einsatz kamen. Je 60 habe die Anhängerschaft der Aachener alleine vor Spielbeginn und Wiederanpfiff abgebrannt. Der Beginn der zweiten Halbzeit hatte sich daher um mehrere Minuten verzögert.
Kogge-Fans demolieren Gästeblock
Im Gästeblock spielten sich derweil andere Szenen unschöner Art ab, die nun geahndet wurden: Die mitgereisten Fans der Kogge demolierten weit über 600 Sitzschalen, von denen vereinzelte als Wurfgeschosse endeten und einen Ordner leicht trafen. Zudem beschädigten die Hansa-Anhänger sanitäre Anlagen im Gästebereich. Auf 8000 Euro beläuft sich die Forderung des DFB ob dieser Verfehlungen.
Beide Vereine dürfen dabei einen Teil der Strafen in präventive Maßnahmen investieren. Für Aachen beläuft sich dieser Betrag auf 26.350 Euro, für Hansa Rostock auf 2650 Euro. Die Rostocker hatten zudem bereits kurz nach der Partie angekündigt, die Ticketvergabe für Auswärtsspiele anzupassen, um dem laut Vorstandsvorsitzenden Jürgen Wehlend "asozialen Verhalten" Einhalt zu gebieten.