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Raus aus der Warteschleife: Eichhorn darf jetzt ran

kicker

Paul Seguin kennt Kennet Eichhorn erst seit ein paar Wochen, aber seine Meinung stand ziemlich schnell fest. "Wahnsinn, was der Junge mit 15 schon drauf hat", hat Seguin in den Tagen des Hertha-Trainingslagers Mitte Juli in Kitzbühel gesagt, "Hut ab." Auch Neu-Kapitän Fabian Reese klingt nachgerade begeistert. Er nennt den zentralen Mittelfeldspieler Eichhorn "ein unfassbares Ausnahmetalent" und sagt: "Wenn er so weitermacht, stehen ihm alle Türen offen. Ich habe selten so etwas Talentiertes in dem Alter gesehen. Er hat eine Riesen-Karriere vor sich." Am morgigen Sonntag feiert der Hochbegabte seinen 16. Geburtstag, ab dann darf er laut Statuten für die Zweitliga-Profis und die U 23 in der Regionalliga Nordost spielen.

Mit Frankfurt war er zwischenzeitlich schon sehr weit

Eichhorn, seit der U 9 im Verein, hatte Anfang Juli seinen Vertrag in Berlin langfristig verlängert. Im Frühjahr, sagen Branchenkenner, soll er Eintracht Frankfurt bereits mündlich zugesagt haben. Hertha kämpfte weiter und gewann am Ende das Tauziehen um den Youngster, um den neben weiteren Klubs auch Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg intensiv warben. Sportdirektor Benjamin Weber wähnt Eichhorn "für sein Alter fußballerisch extrem weit", schon im Januar machte der Sechser vor dem Zweitliga-Spiel gegen den Hamburger SV (2:3) alle Spieltagsabläufe mit. In der aktuellen Vorbereitung ist er seit dem ersten Tag bei den Profis dabei, durfte aber als 15-Jähriger in keinem der sechs Testspiele ran. "Kenny ist ein spannender Spieler, der sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt hat", sagt Trainer Stefan Leitl dem kicker. "Jetzt, mit 16, ist er endlich spielberechtigt."

Eichhorn könnte Lum als Rekordhalter ablösen

In den nächsten Wochen und Monaten geht es für alle Beteiligten darum, einen gesunden, altersadäquaten Mix aus Beschleunigen und Bremsen zu finden. Dass der U-16-Nationalspieler vergleichsweise zeitnah sein Zweitliga-Debüt geben und Mitspieler Boris Mamuzah Lum als jüngsten Hertha-Debütanten mutmaßlich ablösen wird, gilt als sehr wahrscheinlich.

Herthas interne Marschroute sieht vor, Eichhorn in der anstehenden Saison nicht permanent zwischen Zweitliga-Team, U 23 und U 19 rotieren zu lassen, sondern ihn im Trainingsbetrieb bei den Profis zu belassen und ihm im U-Bereich ein festes Team - mutmaßlich die U 19 - zu geben, in dem er auf die nötige Spielzeit kommt. "Für uns ist wichtig, dass er dort spielt, wo er die nächsten Entwicklungsschritte machen kann", unterstreicht Leitl. "Das wird entweder in der U 19 sein oder bei uns im Profi-Team - je nach Trainingsverlauf und Belastungssituation."