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Reis will nach Brügge, aber der HSV kämpft

kicker

Boss Kuntz bestätigt Freigabegesuch

Zu Beginn dieser Woche ist die sportliche Leitung um Stefan Kuntz und Claus Costa mit Merlin Polzin zum großen Analysegespräch verabredet. Zusätzlich zu der Debatte über das, was es braucht, um mit dem HSV in der Bundesliga bestehen zu können, müssen Sportvorstand, Sportdirektor und Trainer sich auch mit Reis beschäftigen - obwohl dieser eigentlich ein Fixpunkt in der kommenden Erstliga-Spielzeit sein soll.

Schon während der Aufstiegsfeier im Hamburger Rathaus hatte der Niederländer kein Bekenntnis abgegeben, dass er nun auch in der nächsten Saison mit den Hanseaten in der Bundesliga spielen werde. "Nein, das kann ich nicht versprechen", war seine Antwort inmitten der Feierlichkeiten. Interesse des Club Brügge am 24-Jährigen ist bereits länger bekannt. Am Sonntag vermeldete die Bild, der Spieler habe nun auch beim HSV seinen Wechselwunsch hinterlegt. Kuntz bestätigt gegenüber dem kicker: "Ja, Ludo ist mit dem Wunsch an uns herangetreten."

Kuntz: "Unser Wunsch ist es, mit Ludo zu verlängern"

Die Ausgangslage im Zukunftspoker ist klar: Der Vertrag von Reis ist noch ein Jahr gültig, der HSV hätte also in diesem Sommer letztmalig die Möglichkeit, eine Ablöse für den früheren Osnabrücker zu bekommen. Die Pläne von Kuntz aber sind andere. "Ludo", sagt er, "ist einer unserer Leistungsträger. Unser Wunsch ist es, mit ihm zu verlängern."

Der Mittelfeldantreiber war nach schwierigen und von Verletzungen geprägten eineinhalb Jahren zuletzt unter Polzin wieder zum absoluten Fixpunkt geworden. Seit er nach behutsamem Aufbau zu Jahresbeginn im Frühjahr wieder zur Startelf gehörte, kam er in elf Einsätzen auf einen starken kicker-Notenschnitt von 2,59, erzielte zwei Tore und bereitete drei Treffer vor. Seine beiden Tore waren zudem die bedeutungsvollen zum 1:0 in Darmstadt (Endstand 4:0) am 32. Spieltag und zum 1:1 gegen Ulm (6:1) am 33. Spieltag. "Ludo", hat Polzin immer wieder gesagt, "gibt uns unglaubliche Energie und kann bei uns den Unterschied ausmachen."

Reis selbst aber strebt den nächsten Karriereschritt ganz offenbar in Belgien mit der Aussicht auf Europapokal-Einsätze an. Ein erstes Kaufangebot in Höhe von drei Millionen Euro liegt deutlich unter dem Marktwert und den Vorstellungen von Kuntz. Der will grundsätzlich aber ohnehin viel lieber verlängern als verkaufen.