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Rizzuto ratlos: "Wir haben wieder 1000 Torchancen"

kicker

In der 37. Spielminute fiel David Otto unglücklich auf das Standbein von Kai Brünker, der anschließend länger behandelt werden und schließlich für Patrick Schmidt ausgewechselt werden musste (41.). "Kai beißt wirklich auf die Zähne. Wenn man sieht, dass er direkt raus muss, weiß man, da ist schon mehr passiert", zeigt sich Saarbrückens neue Präsidentin Barbara Haupenthal nach Abpfiff bei MagentaSport besorgt.

Trainer Jürgen Luginger sprach derweil von einer Sprunggelenksverletzung und verwies zugleich darauf, dass man erst am Samstag nach einer Röntgenuntersuchung weitere Erkenntnisse haben werde. "Dann wird man mehr wissen, ob es etwas Größeres ist oder nicht. Wir hoffen natürlich nicht, dass es schlimmer ist."

Ein Ausfall von Brünker würde den FCS hart treffen, wie auch Calogero Rizzuto zugab. "Das können wir uns auch nicht erlauben, dass jemand so Wichtiges ausfällt", sagte der 34-Jährige und hoffte, dass "es nichts Schlimmes ist. Kai ist ein Brecher. Der wird da schon auf die Zähne beißen. Schauen wir mal."

„Wir haben wieder 1000 Torchancen. Das ist einfach nervig.“ (Calogero Rizzuto)

Zum Spiel hatte Rizzuto nicht viel Gutes zu sagen, das sei "definitiv richtig große Scheiße" gewesen, betonte er nach der 0:2-Niederlage: "Da ist man so leer, man kann es nicht verstehen. Da muss nur ein Tor fallen", sagte er mit Blick auf die fehlende Chancenverwertung der Saarländer, die durchaus vielversprechende Chancen hatte, diese aber nicht nutzten. "Wir haben wieder 1000 Torchancen. Das ist einfach nervig. Da müssen wir uns irgendwie rauskämpfen. Anders kann man es nicht sagen. Im Endeffekt stehen wir wieder ohne irgendwas da."

Rizzuto schimpfte aber vor allem über den Auftritt des FCS in der ersten halben Stunde, die man "komplett verpennt" habe. "So kann man hier nicht auftreten", sagte der Deutsch-Italiener und führte aus: "Vor allem nicht, wenn so viele Fans dabei sind. Das war eigentlich fast schon ein Heimspiel. Da müssen wir uns bei allen Fans entschuldigen, die heute hier mitgefahren sind. Die ersten 25 Minuten waren kein Profifußball."

Enttäuschung, klare Kritik und keine Angst

Aus Rizzutos Worten lässt sich die Enttäuschung ziemlich deutlich herauslesen - und auch Luginger fand deutliche Worte. "Wir wollten heute die Wende schaffen", sagte der Trainer und meinte mit Blick auf die ersten 20 bis 25 Minuten: "Da kann man nicht so spielen, wie wir das gemacht haben, den Gegner in die Räume laufen lassen, nicht richtig in den Zweikämpfen drin sein. Das kannst du nicht machen." Dann sei es spielerisch zwar besser gewesen, doch in der zweiten Halbzeit schlug schließlich das Problem der fehlenden Effizienz durch.

"Da musst du Tore machen", sagte Luginger und mutmaßte, dass es sich dabei bereits um ein Kopfproblem handele. "Mittlerweile sieht man das. Daran müssen wir arbeiten, viel im Kopf auch mit den Jungs, dass die da frei werden." Fakt ist: Saarbrücken steckt mittendrin im Abstiegskampf der 3. Liga, doch Luginger macht das keine Angst, er ist sich sicher, dass man die Klasse halten werde. "Nein, nein, Angst habe ich nicht. Ich sehe viele positive Sachen, die Fans, die Spieler. Ich glaube nicht, dass wir absteigen."