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"Rucksack voller Ballast": Wie Magdeburg die Wende schaffen will

kicker

Sechs Spiele, fünf Niederlagen, Platz 18 - der Saisonstart des 1. FC Magdeburg hätte fast nicht schlechter laufen können. Seit dem 0:2 gegen Schalke am vergangenen Wochenende hat der FCM die Rote Laterne inne. Das Ergebnis einer Talfahrt, die sich in dieser Weise eigentlich nicht angekündigt hatte.

Nach der sehr unglücklichen Auftaktniederlage gegen Braunschweig (0:1) ist dem FCM mit den Siegen in Dresden (2:1) und im Pokal in Saarbrücken (3:1) die perfekte Antwort gelungen. Seitdem ging Magdeburg aber viermal in Folge als Verlierer vom Platz, zuletzt blieb man zweimal sogar ohne eigenen Treffer.

Dementsprechend herrschte beim FCM nach dem Schalke-Spiel "Tristesse", wie Trainer Markus Fiedler verriet. "Alle waren niedergeschlagen, alle waren down", so der Coach weiter. Weil die Aufarbeitungsmaßnahmen der letzten Wochen nicht zum gewünschten Erfolg führten, probierte Fiedler unter der Woche etwas Neues. "Köpfe freibekommen" stand auf der Agenda, in Magdeburg wurde "nicht zurückgeschaut". Fiedler und sein Team führten demnach "viele Gespräche im mentalen Bereich". Mit dem Ergebnis: "Alle sind gewillt, gemeinsam die Wende zu schaffen."

Fiedler vermisst "die offensive Wucht"

Leichter gesagt als getan, am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) geht es zur zweitbesten Heimmannschaft der Liga - zum Karlsruher SC. In Baden hat der FCM zuletzt zweimal verloren, 2024 schoss Karlsruhe die Magdeburger sogar mit 7:0 ab.

Das spielt für Fiedler natürlich keine Rolle, seitdem ist in Magdeburg viel passiert. Nach der erfolgreichen letzten Saison unter Christian Titz ist es Fiedler aber noch nicht gelungen, daran anzuknüpfen. Geschweige denn, den FCM weiterzuentwickeln. "Durch die Niederlagen am Stück tragen wir einen Rucksack voller Balast mit uns herum", weiß Fiedler, der vor allem "die offensive Wucht" bei seiner Mannschaft vermisst.

Martijn Kaars, der Topscorer der vergangenen Spielzeit (19 Tore, sechs Assists), ist bekanntermaßen nicht mehr da. Kapitän Baris Atik kann noch nicht die erwünschten Zahlen liefern. Es muss also über das Kollektiv und harte Arbeit gehen. "Wir wollen uns die zwei Zentimeter, die am Ende entscheiden können, verdienen", kündigt Fiedler an.