Fehlercode: %{errorCode}

Röhl: "Ich habe zum ersten Mal leiden müssen"

kicker

Freiburger fiebert der U-21-EM entgegen

Es soll eine Punktlandung werden. Nach einer für Freiburg zwar erfolgreichen, für ihn persönlich aber komplizierten Saison will Merlin Röhl sich und allen Zweiflern beweisen, dass er wieder der Alte und in Topform ist. "Wir haben noch zwei Testspiele, da werde ich allen zeigen, dass ich 100 Prozent gehen kann", versichert der Mittelfeldspieler, der sein Können und seine Bedeutung für die deutsche U 21 am Sonntag gegen die U 19 von RB Leipzig und am kommenden Donnerstag gegen Finnland (beide Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit) untermauern will.

„Mein Körper hat den Reset-Knopf gedrückt und kurz gebraucht, um wieder einige Kilos draufzupacken.“ (Merlin Röhl)

Der Freiburger hat einige Rückschläge wegstecken müssen. "Am 3. Spieltag gegen Bochum habe ich mir das Syndesmoseband gerissen", schildert Röhl den Beginn der Misere. Schon am 12. Spieltag tauchte er wieder in der Liga auf, es folgte allerdings der nächste Dämpfer. "Ich bekam eine Reizung an der Achillessehne und habe mir Zeit genommen, das auszukurieren. Doch in der Zeit bin ich ziemlich stark krank geworden, dann hat sich das addiert. Deshalb war ich sehr lange raus, hatte Influenza mit einer Magen-Darm-Geschichte zusammen, da hat mein Körper den Reset-Knopf gedrückt und kurz gebraucht, um wieder einige Kilos draufzupacken."

Der zeitgleiche Höhenflug des SC erschwerte Röhl die standesgemäße Rückkehr auf den einstigen Stammplatz, deshalb kehrte der gebürtige Berliner auch nach längerer Unterbrechung mit wenig Spielpraxis zur U 21 zurück. "Ich bin dankbar, dass ich wieder gesund bin und wieder spielen kann."

Röhl hat aus den Rückschlägen "viel gelernt"

"Ich habe viel gelernt in dieser Zeit und habe zum ersten Mal in meiner Karriere leiden müssen", so Röhl, "ich war mit großen Erwartungen an diese Saison herangegangen und wollte darauf aufbauen, was ich in der letzten Saison gezeigt hatte, wurde aber früh ausgebremst. Das ist schwierig für einen jungen Spieler, der einen hohen Anspruch an sich hat und so etwas noch nie erlebt hatte. Da habe ich viel gelernt - wie man damit umgeht, wie dankbar man sein kann, einfach gesund zu sein und vielleicht auch aufpassen muss am Anfang und nicht gleich zu viel will."

Jetzt aber will er mit der U 21 alles und seinen Beitrag leisten, bei der anstehenden EM in der Slowakei das Bestmögliche herauszuholen und im Idealfall den Titel anzustreben. "Mir ist bewusst, aus welcher Situation ich komme und dass nicht viel Spielzeit hatte", ordnete Röhl seine Situation ein, "gleichzeitig weiß ich, dass ich in der U 21 schon viele gute Spiele gemacht habe, gute Qualitäten einbringen kann und hoffe, ich bekomme die Chance, das zu zeigen."

Umgang von Di Salvo: "Das hat er nett und cool gemacht"

Davon ist auszugehen, denn auch in seiner Leidenszeit hatte Trainer Antonio Di Salvo stets den Kontakt aufrechterhalten und "mir immer das Gefühl gegeben, dass ich dabei bin und auch bei der EM dabei sein werde. Das hat mich angetrieben, das hat er nett und cool gemacht. Es ist ein super Austausch, er hat mir über lange Zeit viel Vertrauen geschenkt." Nun will Röhl zurückzahlen.