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Sanin ist der Dritte: Greifswald entwickelt sich zu Chemies Transfer-Supermarkt

kicker

Mentalität für die Kabine

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Nur zwei magere Punkte trennten Chemie Leipzig in der soeben abgelaufenen Saison der Regionalliga Nordost vom potenziellen Abstiegsplatz 17. Für die Sachsen Anlass, den Kader signifikant umzukrempeln.

Ob im Anforderungsprofil für Neuzugänge der Unterpunkt "Wie wird man am besten Tabellensechster" eine Rolle spielt, ist nicht überliefert. Doch am Freitag gab die BSG Chemie mit Innenverteidiger Rudolf Sanin bereits den dritten Neuzugang vom Greifswalder FC bekannt, der auf ebenjenem 6. Platz die Spielzeit 2024/25 beendet hatte. Vor Sanin unterschrieben schon die bisherigen GFC-Akteure Lorenz Hollenbach und Lukas Sebastian Griebsch am Leutzscher Holz.

Ausgebildet bei Dynamo Dresden

Zur Wahrheit gehört jedoch, dass das Trio seine Wurzeln - oder zumindest eine jahrelange Vergangenheit - nahe der sächsischen Messestadt hat. Hollenbach durchlief den Nachwuchs von Dynamo Dresden, Familie sowie Freundin von Griebsch wohnen in Leipzig und auch Sanin wurde nicht nur im nordsächsischen Großenhain geboren, sondern lernte das Fußballspielen beim SC Borea und beim weitaus größeren Stadtnachbarn Dynamo Dresden. "Nach der langen Zeit in Greifswald wollte ich zurück in Richtung Heimat, und Chemie war dafür die perfekte Adresse", unterstreicht Sanin, der seit 2021 für den GFC 67-mal in der Regionalliga Nordost auflief.

David Bergner, Mitglied der sportlichen Leitung bei den Chemikern, hat vor allem Sanins Mehrwert für die Mannschaft im Auge: "'Rudi ist ein sehr stabiler und auch schon erfahrener Defensivmann. Wir brauchen hinten einen Führungsspieler, der vornweg marschiert, der weiß, wie man verteidigt, und der auch weiß, wie man Mentalität ins Spiel und auch in die Kabine hineinbringt." Trainer Adrian Alipour ergänzt: "Er verfügt über große Zweikampfstärke und Antizipation, spricht und ordnet viel auf dem Platz. In schlechteren Spielphasen krempelt er die Ärmel hoch und geht voran."

Spielidee und Konzept der BSG haben Sanin nach eigener Aussage "direkt angesprochen und begeistert". Daher steht für den 25-Jährigen fest: "Ich freue mich auf die Herausforderung, auf eine starke Saison und darauf, meinen Teil zum Erfolg von Chemie Leipzig beizutragen." Klingt ganz danach, dass kommende Saison Platz 17 kein realistisches Schreckensszenario mehr werden soll.