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Schalke setzt bei Kurucay auf Größe und Tempo

kicker

Mertcan Ayhan hat seine Sache als Platzhalter auf der linken Abwehrseite in der Vorbereitung gut gemacht, der 18-Jährige wäre gerne noch weiter hineingewachsen in die Rolle. Seine Hoffnung erhält nun einen Dämpfer.

Weil Schalkes neuer Trainer Miron Muslic zudem in Felipe Sanchez (noch) keine geeignete Kraft für seine Stammelf sieht, hat sich der Verein um externen Zuwachs bemüht. Dieser ist nun gefunden.

Kurucay bekommt Höwedes' Rückennummer

In Hasan Kurucay wechselt ein Abwehrspieler ins Ruhrgebiet, der bereits Zweitligaerfahrung aus seiner Zeit bei Eintracht Braunschweig gesammelt hat und zuletzt in der 1. belgischen Liga für OH Leuven verteidigte. Er hat auf Schalke einen bis 2027 gültigen Vertrag unterschrieben und erhält die Rückennummer 4, mit der einst Benedikt Höwedes zur Klub-Ikone avancierte. Eine Ablöse wird für den 27-Jährigen nicht fällig, von einem branchenüblichen Handgeld ist auszugehen.

Kurucay ist der finale Baustein in der Abwehr, die Dreierreihe unter Muslic besteht nun personell zu 100 Prozent aus Neuzugängen - Timo Becker und Nikola Katic waren bereits in den vergangenen Wochen verpflichtet worden. Mittelfeldspieler Soufiane El-Faouzi mit eingerechnet, hat Schalke bisher vier Neue hinzugeholt.

Schalke setzt bei dem fast 1,90 Meter langen Kurucay vor allem auf Körpergröße gepaart mit Geschwindigkeit, die dem neuen Abwehrverbund auch sehr guttun dürfte. Sportdirektor Youri Mulder hebt in einer Mitteilung des Vereins zudem Kurucays Zweikampfstärke sowie "eine klare Körpersprache" hervor.

Ideal erscheint die Besetzung der linken Abwehrseite mit einem Rechtsfuß nicht, Schalke 04 hat sich aber trotzdem für Kurucay entschieden. "Er fühlt sich als Rechtsfuß auch auf der linken Innenverteidiger-Position sehr wohl", versichert Mulder. Sanchez, im vergangenen Jahr nach Moussa Sylla der teuerste Sommertransfer 2024 (800.000 Euro Ablöse), ist ein Linksfuß, durchsetzen konnte sich der 21-jährige Südamerikaner aber auch unter Muslic bisher nicht.

Ba-Abschied noch diese Woche?

Vor der Verpflichtung eines neuen Spielers wollte Schalke 04 eigentlich den definitiven Abschied von Pape Meissa Ba zu den Queens Park Rangers abwarten, doch dieser Transfer verzögert sich weiter. Daher haben die Königsblauen Kurucays Vertragsunterzeichnung nun doch ein wenig vorgezogen.

Geht bei Bas sportmedizinischer Untersuchung alles glatt, ist noch vor dem Zweitliga-Saisonauftakt gegen Hertha BSC am Feitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) mit einem Vollzug seines Wechsels nach England zu rechnen. Ba war erst im Winter aus Grenoble zu Schalke 04 gekommen, aufdrängen konnte sich der Angreifer bei Muslic, der gerade ein neues Spielsystem auf Schalke verankert, aber nicht. Ba hat auf Schalke keine Zukunft.

Immerhin: Ein Verlustgeschäft für die Gelsenkirchener ist nicht zu erwarten. Die im Winter in Ba investierte Ablöse in Höhe von 300.000 Euro würden sie von den Queens Park Rangers sogar mit einem kleinen Aufschlag zurückerhalten.

Jede Menge Erfahrung in Liga zwei

Kurucay kennt sich in der 2. Bundesliga bestens aus. So spielte der Abwehrspieler, der über einen türkischen und dänischen Pass verfügt, eineinhalb Jahre lang im Unterhaus für Eintracht Braunschweig. Im Januar 2023 kam er zu den Löwen, reifte zum Stammspieler und hielt zweimal mit den Niedersachsen die Klasse. In der Rückrunde 2022/23 sowie in der Saison 2023/24 kam er auf 44 Spiele und vier Tore. Vor einem Jahr wollte die Eintracht mit dem 1,85 Meter langen Innenverteidiger auch verlängern, doch der strebte nach Höherem - das jedoch mit überschaubarem Erfolg.

In der vergangenen Saison spielte der im dänischen Odense geborene ehemalige türkische Junioren-Nationalspieler (zwölf Länderspiele für die U 17, U 18 und U 19) zwar erstklassig, das allerdings in der belgischen Jupiler Pro League. Dort kam er für Oud-Heverlee Leuven auf 18 Einsätze und erzielte dabei ein ein Tor. Im Sommer lief sein Vertrag aus, eine Option zur Verlängerung ließen die Leuvener verstreichen.